1. Epidermiszellen der Zwiebelschalen (Allium cepa)

Übungsvorbereitung

Ziehe mit einer Pinzette ein kleines Stück der Zwiebelepidermis ab. Lege es gut ausgebreitet in einen Wassertropfen auf den Objektträger und bedecke es mit einem sauberen Deckglas. Sauge mit Fließpapier das überschüssige Wasser ab.

Zeichnungen

Mikroskopische Aufnahmen (für Erklärungen und Vergrößerungen bitte Bilder anklicken)

Epidermiszellen im Verband Einzelzelle mit Zellkern
Epidermiszellen mit wandständigem Plasma

Die oberirdischen Organe der höheren Pflanzen sind von einem in der Regel einschichtigen Abschlussgewebe, der Epidermis, überzogen; ihre Zellen grenzen lückenlos aneinander. Die Hauptaufgaben sind der mechanische Schutz der Pflanzenoberfläche und die Kontrolle des Gasaustausches und der Wasserdampfabgabe. Ihre Gestalt ist flächig ausgedehnt mit oft seitlich welligen Zellwänden. So sind die Nachbarzellen eng verzahnt. An ihrer Oberfläche ist die Epidermis von einer Cutikula (Wachsschicht) bedeckt. 

Die Wände zwischen benachbarten Zellen sind von Tüpfeln durchbrochen (sind Verbindungen zwischen den Zellen). Das Cytoplasma schmiegt sich als dünner Wandbelag der Zellwand an und umgibt die Vakuole. Deutlich sichtbar ist das Plasma meist nur in den spitz auslaufenden Enden der Zellen. Der meist gut sichtbare Zellkern (Durchmesser von etwa 25 μm) liegt der Zellwand an. In Aufsicht zeigt er eine runde Gestalt, in Seitenansicht eine linsenförmige. Nicht selten sind ein oder mehrere Kernkörperchen (Nucleoli) zu erkennen. 

© 2006 Karl Kaiser