3. Plasmolyse der Blattepidermiszellen der Roten Melde (Atriplex hortensis)

Übungsvorbereitung

Lege zur Herstellung eines Flächenschnittes ein Blattstück der Melde über den Zeigefinger (Blattunterseite soll oben sein) und halte beide Enden mit Mittelfinger und Daumen fest; jetzt schneide parallel zur Blattfläche im Bereich der Mittelrippe. Das abgelöste Epidermisstück wird mit der Schnittfläche nach unten auf einen Objektträger mit einem winzigen Tropfen Wasser übertragen und mit einem Deckglas so bedeckt, dass das Objekt ganz am Rand von diesem zu liegen kommt. Jetzt werden die roten Zellen beobachtet. Anschließend wird ein kleiner Tropfen des Plasmolytikums (hoch konzentrierte Zucker- oder Kochsalzlösung) an den Rand des Deckglases gebracht. Die Flüssigkeit saugt sich zwischen Deckglas und Objektträger. Beobachte sofort die Veränderungen in den roten Zellen!

Zeichnungen

Mikroskopische Aufnahmen (für Erklärungen und Vergrößerungen bitte Bilder anklicken)

Durch Anthocyan rot gefärbte Zellen  Plasmolyse der Zellen

Plasmolyse der Zellen

Der Zellsaft ist durch Anthocyan rot gefärbt. Der Plasmabelag, der den Wänden anliegt, ist nicht zu sehen. Erst nach der Plasmolyse hebt er sich von der gefärbten Vakuole ab. Wird das Präparat in eine hochkonzentrierte Salz- oder Zuckerlösung gelegt (die Konzentration der gelösten Stoffe muss höher sein als die Konzentration des Zellsaftes - man nennt dies eine hypertonische Lösung), so wird der Vakuole infolge der Osmose Wasser entzogen. Sie verkleinert sich und "zieht" das Plasma, das sich von der Zellwand ablöst, mit. Dieser Vorgang heißt Plasmolyse. Der Ausstrom der Flüssigkeit wird erst gestoppt, wenn sich die Konzentrationen des Zellsafts und des Plasmolytikums angeglichen haben. 

Die Plasmolyse kann rückgängig gemacht werden: Das Präparat wird in reinem Wasser ausgewaschen. Der hoch konzentrierte Zellsaft saugt wieder Wasser ein, das Plasma legt sich an die Zellwand an (beobachte im Mikroskop).

© 2006 Karl Kaiser