6. Zieralgen und Kieselalgen (Desmidiaceae und Diatomales)

Übungsvorbereitung

Frisches Algenmaterial wird in Wasser auf den Objektträger gebracht und mit dem Deckglas bedeckt.

Zeichnungen

Mikroskopische Aufnahmen (für Erklärungen und Vergrößerungen bitte Bilder anklicken)

Cosmarium Cosmarium
Closterium Schalenansicht einer Kieselalge mit Raphe
Gürtelbandansicht (Seitenansicht) einer Kieselalge

Zieralgen (Desmidiaceen) gehören zu den schönsten Algen und kommen in verschiedensten Formen vor. Neben halbmondförmigen Arten, wie Closterium, treten oft Formen auf, die in der Mitte eingeschnürt sind und biskuit- oder sternförmige Gestalt besitzen, wie Cosmarium oder Micrasterias. Die Algenzellen bestehen aus zwei gleichen Hälften mit je einem großen zentralen Chloroplasten, der 1 oder mehrere Pyrenoide besitzt. Der Kern liegt in der Mitte der Zelle. Zieralgen gehören so wie die Schraubenalgen zur systematischen Gruppe der Grünalgen.

Kieselalgen (Diatomeen) bilden eine sehr formenreiche Gruppe brauner Einzeller; sie sind Einzelzellen, manchmal aber auch zu Bändern oder Fächern vereinigt. Sie besitzen 2 Kieselsäureschalen, wobei die größere wie ein Schachteldeckel die kleinere, den Boden, abschließt. Bei starker Vergrößerung lassen sich auf den Schalenflächen sehr feine Strukturen erkennen. Kieselalgen enthalten ein bis zwei große oder mehrere kleine bräunliche Chromatophoren. Zahlreiche Arten besitzen in der Symmetrieebene des Kieselsäurepanzers eine Spalte, die Raphe, die mit Kriechbewegungen in Zusammenhang steht. Bei genauer Beobachtung lassen sich winzige Öltröpfchen finden. Öl ist einer ihrer typischen Reservestoffe.

© 2006 Karl Kaiser