19. Sekundäres Dickenwachstum, Holz, Bast und Jahresringe der Linde (Tilia platyphyllos)
Übungsvorbereitung
Fertige einen dünnen Querschnitt durch einen 2 bis 4-jährigen Zweig der Linde an, gib ihn auf den Objektträger in einen Tropfen Wasser und bedecke ihn mit einem Deckglas.
Zeichnungen
Untersuche die Verteilung der verschiedenen Gewebe des Lindenzweiges bei kleiner Vergrößerung
Fertige eine Übersichtsskizze des Querschnittes an
Mikroskopische Aufnahmen (für Erklärungen und Vergrößerungen bitte Bilder anklicken)
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| Lindenmark, Markscheide und 1. Jahresringgrenze | Holzzuwachs im 2. Jahr, Kambium und Bast |
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| Kambium, Bast, Bildung einer Lentizelle | Kambium |
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| Hart- und Weichbast, Baststrahlparenchym | Kollenchymzellen, Korkkambium und Korkhaut |
Das zentrale Mark wird von der
Markscheide umgeben, anschließend folgen die Jahresringe. Das Kambium begrenzt
den letzten Ring nach außen hin. Seine Zellen erscheinen im Anschnitt etwa
rechteckig und regelmäßig in mehreren Reihen angeordnet. Die Baststränge,
nach außen an das Kambium anschließend, haben trapezförmige Gestalt; keilförmig
verbreiterte Baststrahlen trennen sie voneinander (diese bilden die Fortsetzung
der schmalen Markstrahlen im Holzteil!). Der Bastteil wird von der
chloroplastenführenden primären Rinde umgeben; sie enthält kollenchymatisch
verdickte Zellen. Das Periderm begrenzt den Zweig nach außen hin. Das Holz der
Linde ist ein Beispiel für ein
zerstreutporiges Holz, bei dem sich die großen Gefäße über den gesamten
Jahresring verteilen. Nur am Ende der Wachstumsperiode entstehen englumige
Zellen (Jahresringgrenze). Weiters finden sich Tracheiden, Holzfasern und
Holzparenchym. Die hellen Bereiche im Phloem werden von stark verdickten und
daher sehr englumigen Bastfasern gebildet und besitzen eine besonders große
Festigkeit (= Hartbast). Der Weichbast besteht aus Siebröhren, Geleitzellen und
Bastparenchym. Hart- und Weichbast bilden abwechselnde Lagen; die entstehende
Schichtung hat aber nichts mit Jahresringen zu tun.
©
2006 Karl Kaiser