21. Bau des Laubblattes des Apfelbaumes (Malus sylvestris)
Übungsvorbereitung
Stelle einen Querschnitt durch ein Blatt her. Falte dazu das Blatt parallel zur Mittelrippe und klemme es zwischen 2 kleinen Stücken Styropor ein. Versuche einen möglichst dünnen Blattschnitt herzustellen. Lege das Präparat auf den Objektträger in einen Tropfen Wasser und bedecke es mit dem Deckglas.
Zeichnungen
Betrachte die Verteilung der verschiedenen Gewebe im Querschnitt bei kleiner Vergrößerung
Zeichne einen Querschnitt durch das Laubblatt bei stärkerer Vergrößerung
Mikroskopische Aufnahmen (für Erklärungen und Vergrößerungen bitte Bilder anklicken)
Zwischen den beiden Epidermisschichten liegt das aus Palisaden- und Schwammparenchym bestehende Mesophyll. Die Epidermen sind chloroplastenfrei und bestehen aus dicht aneinander liegenden Zellen mit deutlich ausgebildeter Cutikula. In der unteren Epidermis finden sich Spaltöffnungen, die den Gas- und Wasserdampfaustausch zwischen Umwelt und Blattinnenraum ermöglichen. Die Zellen des Mesophylls enthalten in großen Mengen die Chloroplasten. An die obere Epidermis schließt bei den Apfelbaumblättern ein mehrschichtiges Palisadenparenchym an, dessen Zellen parallel zueinander, senkrecht zur Blattoberfläche und sehr dicht aneinander gereiht stehen. Deutlich zeigen sich zwischen den Zellen der dritten Reihe Interzellularen. Die Zellen des anschließenden Schwammparenchyms besitzen keine regelmäßige Anordnung und sind durch riesige Interzellularen voneinander getrennt. Diese Lufträume stehen mit der Außenwelt über die Spaltöffnungen in Verbindung. In angeschnittenen Leitbündeln (Adern) beobachten wir in Richtung zur Blattoberseite das Xylem, nach unten hin das Phloem.
©
2006 Karl Kaiser