Übersicht Korona, irsierende Wolken, Bishopscher Ring

Bishopscher Ring

14. Oktober 2001

Am 14. Oktober 2001 zeigte sich am wolkenlosen Himmel ein sehr deutlich ausgeprägter Bishopscher Ring. Karten, basierend auf Satellitendaten des Tages, lassen gut eine erhöhte Aerosolkonzentration über Teilen Mitteleuropas erkennen. Die Fernsicht war an diesem Tag stark eingeschränkt.

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5./8. Mai 2003

Am 5. Mai 2003 konnte in Schlägl während der Nachmittagsstunden der Bishopsche Ring fotografiert werden.  

 

Auf den Grafiken der NASA zeigt sich vom 7. bis 9. Mai 2003 ein über Österreich ziehender Ausläufer einer Saharastaubwolke. 

Der intensiv gelb gefärbte Morgenhimmel des 8. Mai bei Sonnenaufgang kann bestimmt im Zusammenhang mit dieser Aerosolwolke gesehen werden. 


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3. April 1995

Am 3. April 1995 erschien die Landschaft wie in dichten Dunst eingebettet. Die relative Luftfeuchtigkeit lag aber nur bei 40% (Auskunft der privaten Wetterstation Aigen i. M., Mag. Thomas Krannich). Um die Sonne herum zeigte sich eine auffallend bläulichweiße Fläche - ein Hinweis auf den Ring von Bishop? Hatte an diesem Tag eine dichte Aerosolwolke über Österreich gelegen? Satellitendaten stehen mir von diesem Zeitraum leider nicht zur Verfügung. Naturgemäß erscheint die Trübung zur Sonne hin höher als in andere Richtungen. Derzeit bin ich auf der Suche nach Daten des oberösterreichischen Luftmessnetzes. Hoffentlich lassen sich aus ihnen die Ursachen der starken Trübung ablesen. 


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21./22. Februar 2004

Ein bemerkenswert starker Staubeintrag aus Nordafrika ereignete sich ab 20. Februar 2004 in weiten Teilen Mitteleuropas. Nebenstehende Grafik (Vorhersagekarten der Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG, Universität von Athen) datiert vom 21. Februar 2004, 12 UTC. Eine Animation umfasst den Aerosoltransport  im Zeitraum vom 19. bis 23. Februar, man beachte die große Staubmasse, die ihren Ursprung in der westlichen Sahara hat!

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Wolken und Landschaft färbten sich intensiv gelb-orange, eindrucksvolle Bilder aus Salzburg finden sich auf der Homepage von Hannes Mayer auf http://www.captain.at/capages/sahara-dust-storm/

Weitere Aufnahmen aus Westösterreich und Süddeutschland: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/702/177165/  

Einen Tag später, am 22. Februar, fand sich auf der Schneedecke eine auffällig gelblich-rötliche Staubablagerung. Die oberflächliche Schicht des Schnees war feucht und ließ sich von ihrer härteren Unterlage leicht abschieben - gefärbter Schnee lag auf rein weißem! "Blutschnee", wie diese Erscheinung genannt wird, ist seit Jahrhunderten ein bekanntes und viel beachtetes Phänomen.


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20./21. Juni 2006

Zur Sommersonnenwende wurden größere Mengen von Saharastaub nach Mitteleuropa verfrachtet. Erste Anzeichen des hohen Aerosolgehaltes konnten am 20. Juni festgestellt werden, am  21. Juni zeigte sich ein gut ausgeprägter Ring von Bishop. 

Im Zeitraum vom 15. bis 30. Juni 2006 waren im Mediteranraum und in weiten Teilen Mitteleuropas die Luftmassen stark mit Saharastaub beladen. Eine Animation (13. Juni bis 1. Juli) zeigt die Bewegung der Aerosole.

Nebenstehende Grafik veranschaulicht die Staubverteilung am 21. Juni 2008, 12 UTC. 

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG


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6./ 7. September 2006

Am 7. September 2006 war tagsüber der Ring von Bishop besonders deutlich ausgeprägt, und am Abend brachte der hohe Anteil an Saharastaub in der Atmosphäre einen wunderbar farbigen Sonnenuntergang. 


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29./ 30. Mai 2008

In der dritten Dekade des Monats Mai 2008 brachten südliche Luftströmungen Saharastaub nach Mitteleuropa. Im Allgemeinen Forum des AKM wurden aus weiten Teilen des Gebietes starke Lufttrübungen mit Sichteinschränkungen gemeldet. Im Mühlviertel zeigte sich am 29. und 30. Mai eine charakteristische Aufhellung um die Sonne. Am 30. Mai färbte die untergehende Sonne die Luftmassen im Westen wunderbar gelb. 
Nebenstehende Grafik zeigt die Staubverteilung am 30. Mai 2008, 12 UTC. Saharastaub hat sich in den vergangenen Tagen bis Nordeuropa, Grönland sowie in die Karibik verteilt! Die dazugehörige Animation umfasst den Zeitraum vom 23. Mai bis 5. Juni 2008

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG


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10. September 2008

Saharastaub, der in diesen Tagen nach Mitteleuropa verfrachtet worden war, wurde durch einsetzenden Regen aus der Luft ausgewaschen. Nach Verdunstung des Wassers blieben auf Autodächern gelb gefärbte Staubablagerungen zurück.   

 

 

Animation: Staubtransport zwischen 4. und 13. September 2008.

 

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Am Autodach abgelagerter Saharastaub wurde mit Klebestreifen gesammelt und unterm Mikroskop untersucht. Auffallend ist die hohe Anzahl an plättchenförmigen Mineralien, die aufgrund ihrer Form nur langsam absinken und daher über weite Entfernungen transportiert werden können. 

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3./4./5. November 2008

Ein bemerkenswerter Saharastaubtransport in weite Teile Europas ereignete sich zu Novemberbeginn 2008. Ein großräumiges Tief über Westeuropa brachte mit Staub beladene subtropische Luftmassen aus Nordafrika über das Mittelmeer nach Mitteleuropa. Das Satellitenbild vom 1. November 2008 (EUMETSAT)zeigt ausgedehnte Staubmassen südöstlich von Sizilien. 
Auf den Vorhersagekarten der Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG (Universität von Athen) lässt sich die Ausbreitung der Aerosole vom 26. Oktober bis 12. November 2008 gut verfolgen. Die Animation veranschaulicht den Transport des Staubes bis weit nach Nord- und Westeuropa, bis Grönland und in Richtung Karibik

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Schon am 3. November zeigte sich tagsüber die für eine mit Staub beladene Luft typische Aufhellung in unmittelbarer Umgebung der Sonne. Am 4. November deutet der wunderbar gelb gefärbte Sonnenaufgang mit Bishopschem Ring auf den hohen Aerosolgehalt in der Atmosphäre hin: 

Nebenstehende Grafik (Skiron Forceast) vom 4. November 2008, 6 UTC, gibt den Staubgehalt der Atmosphäre etwa zur Zeit des Sonnenaufgangs an. Über große Teile Europas hat sich Saharastaub ausgebreitet. 

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Der Motor für den beeindruckenden Saharastaubeintrag nach Mitteleuropa war ein großes Tiefdruckgebiet über Westeuropa. In der Animation vom 2. bis 6. November 2008 (Darstellung in 6-Stundenintervallen) bewegen sich die Staubmassen gegen den Urzeigersinn um das Zentrum des Tiefs. 

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Am Morgen des 5. November beleuchtete die Sonne kurz vor ihrem Aufgang die Wolkenbasis im Osten intensiv gelb! Der Abend brachte schließlich den Beobachtern bei wolkenlosem Westhimmel einen wunderbaren Sonnenuntergang, der selbst die Landschaft in eine fast unwirklich anmutende Färbung tauchte. 

Ein deutlich ausgebildeter Ring von Bishop war tagsüber nicht zu sehen; auffallend zeigte sich aber eine intensive Aufhellung um die Sonne. 
Die Grafik von Skiron Forecast beschreibt die Staubverteilung am Abend des 5. November 2008.

Grafik: © Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG

Kurz vor Sonnenuntergang wurden die Südabhänge des Böhmerwaldes mit den Dörfern Diendorf und Berghäusln in einen wunderbaren gelben Farbton getaucht! 

"Sahara"-Sonnenuntergang: Blick zum Hochbühel, der höchsten Erhebung zwischen Großer und Kleiner Mühl:


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Für Hinweise und Diskussionen über Wetterdaten möchte ich herzlich danken Claudia und Wolfgang Hinz (Brannenburg), Alexander Wünsche (Görlitz), Dr. August Kaiser und Mag. Thomas Krannich (Aigen i. M.), für Luftgütedaten Dr. Elisabeth Danninger (Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik, Luftgüteüberwachung), für Mitteilungen über Seiten der NASA Dr. Michael Schmid (Wien). Für die Erlaubnis zur Benutzung der Daten der Atmospheric Modeling and Weather Forecasting Group - AM&WFG (Universität von Athen) danke ich besonders Professor Dr. George Kallos, für die Übermittlung der Grafiken Herrn Christos Spyrou. Mein Dank ergeht auch an Dipl.-Geogr. Wolfgang Schwanghart (Geographisches Institut, Departement Umweltwissenschaften Universität Basel) für bereitgestellte Informationen.  

Verwendete Links für Bilddaten der NASA:

ftp://jwocky.gsfc.nasa.gov/pub/tmp/meduse/ 

ftp://jwocky.gsfc.nasa.gov/pub/tmp/asian_dust/

TOMS - Total Ozone Mapping Spectrometer: Ozon- und Aerosolmessungen über Satelliten

Bildaten von Eumetsat:
http://www.eumetsat.int/Home/index.htm
Bilddaten "SKIRON Forecast" der Universität von Athen:
http://forecast.uoa.gr/dustindx.php
Weitere interessante Webseiten zum Thema Saharastaubtransport:
SAMUM -SAharan Mineral dUst experiMent der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
"Großräumige meteorologische Faktoren der Staubmobilisierung in der Bod´el´e Depression, Tschad", Wolfgang Schwanghart, Universität Trier, 2004

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© 2006 - 2008 Karl Kaiser

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