Beobachtungsintervalle/times of observations

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Bilder: 1995, 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009

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NLC´s des Jahres 2006

8. Juni - 13. Juni - 14. Juli - 22. Juli 

8. Juni 2006

Bis zur Nacht vom 7. auf den 8. Juni 2006 wurden aus Mitteleuropa nur vereinzelt NLC-Sichtungen gemeldet. Ab 03:15 MESZ zeigte sich die erste Leuchtende Nachtwolke des Jahres in Österreich. Die Wolke war wenig auffällig und kaum strukturiert. Sie war die früheste Sichtung in meiner Beobachtungszeit seit 1995 und sollte der Auftakt zu einem überaus erfolgreichen NLC-Jahr werden!  

Schlägl, 8. Juni 2006, 03:36 MESZ: Die Leuchtende Nachtwolke dieses Morgens erreichte nur eine Höhe von 8°. Einen Ausschnitt der Aufnahme mit erkennbaren feinen Strukturen zeigt das nächste Bild. Von mehreren Orten in Mitteleuropa wurden an diesem Tag Sichtungen gemeldet, unter anderem auch aus dem Odenwald von Werner Krell

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 4 s; Kodak Elite 400. Bild ist ein Komposit aus 2 Aufnahmen (picture is a composite of 2 images).

 

Im rechten Teil der NLC zeigten sich einige feinere Strukturen. Um 03:55 MESZ endete die Sichtung in der hellen Morgendämmerung. 

 

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13. Juni 2006  

Über 1 Stunde lang beobachtete ich in Schlägl das bisher größte NLC-Display seit 1995 ...

Erster Beobachtungsbericht im Allgemeinen Forum des AKM:

Liebe Leser und Leserinnen!

Über 1 Stunde lang beobachtete ich in Schlägl das bisher größte NLC-Display meiner Beobachtungsjahre:
Die Ausdehnung der NLC reichte azimutal von 340° über 0° bis etwa 180° (!!!!!!). Die überaus reich strukturierte Wolke erstreckte sich im NE bis 42° Höhe, und war selbst im S noch zu sehen (etwa 30° Höhe)!
Helligkeit 3!!!!

Endlich eine Wolke, die auch von anderen Beobachtern in Österreich gesehen hätte werden müssen!

Wünsche euch noch einen schönen Tag und herzliche Grüße aus Schlägl 

 

Schlägl, 13. Juni 2006: Das Panoramabild (296 kB) besteht aus 5 Aufnahmen, die um 03:24 bzw. 03:25 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 15 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 5 Aufnahmen (composite of 5 images).


Diese sensationelle Leuchtende Nachtwolke war von 03:10 bis mindestens 04:20 MESZ von Schlägl aus zu sehen. Die azimutale Ausdehung erstreckte sich von 20° links vom Nordpunkt über Osten bis etwa Süden! Hier waren die letzten Wolkenausläufer bei einer Höhe von etwa 30° überm Horizont zu erkennen! Erfreulicherweise wurde die NLC auch in Niederösterreich beobachtet: von Karl Beck (Sternwarte Michelbach), Johannes Gruber (Hofstetten im Pielachtal) und Andreas Pfoser (Wienerwald). Zahlreiche Sichtungsmeldungen gibt es aus nördlicheren mitteleuropäischen Gebieten. Richard Löwenherz beschreibt die Sichtung in Berlin als all-sky-display. In der Schweiz konnte Mark Vornhusen auf einer Meteorüberwachungskamera diese NLC dokumentieren (Bild) und auf der NLC-Seite von Tom McEvan sind Sichtungen aus Venedig und Rocca Malatina (knapp westlich von Bologna) auf einer Breite von 44.4° (Wolkenhöhe bis 5°!) eingetragen! 

Das oben gezeigte Panorama setzt sich aus den folgenden 5 Aufnahmen zusammen: 


In den nächsten Minuten nahm die vertikale Ausdehnung der NLC immer mehr zu: der Wolkenoberrand zeigte sich bis zu einer Höhe von etwa 42°! Während die horizontnäheren Wolkenabschnitte schon längere Zeit von der Sonne bestrahlt wurden und bläulich-weiß erschienen, erreichte ihr Licht erst jetzt die oberen Teile der NLC - für einen Beobachter in über 80 km Höhe stieg nun die rote aufgehende Sonne über den Horizont herauf. Deutlich ist die rötliche Färbung der oberen NLC-Bereiche zu erkennen! Im Allgemeinen AKM-Forum veröffentlichte Mark Vornhusen 2006 ein NLC-Bild aus Kanada, das ebenfalls diese Rotfärbung des Wolkenoberrandes zeigte. Weitere vergleichbare Beobachtungen wurden im AKM-Forum 2007 diskutiert. 

Schlägl, 13. Juni 2006: Die Panoramaaufnahme (230 kB) setzt sich aus 5 Bildern zusammen, die um 03:33 MESZ aufgenommen worden sind. Beachte die oberen Abschnitte der NLC, in deren Bereich rotes Licht der hier eben aufgehenden Sonne die Wolke leicht rötlich einfärbt! Der Beobachtungsstandort, im Vergleich mit dem ersten Panorama oben, hat sich leicht verändert (beachte die Position des Strommasts zum Hintergrund). Die helle liegende V-förmige Struktur rechts der Bildmitte und die links angrenzende reich gegliederte Fläche lassen sich mit den Strukturen auf den Bildern von Karl Beck wunderbar vergleichen (siehe unten). 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 15 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 5 Aufnahmen (composite of 5 images).


Das oben gezeigte Panorama setzt sich aus den folgenden 5 Aufnahmen zusammen: 


Das Herz am NLC-Himmel

Etwa ab 03:40 MESZ begann sich im stark strukturierten Wolkenbereich die NLC lokal rasch aufzulösen: ein asymmetrisch geformtes Herz bildete sich am Himmel! Der Beobachter hatte den Eindruck, als würde sich die Wolke unter Bildung von Fallstreifen  ("virga") zurückbilden. Bemerkenswert war die Ausbildung von runden Löchern, wie sie manchmal bei troposphärischen Wolken der Gattung Cirrocumulus und Altocumulus sichtbar sind; hier wird diese Unterart als "lacunosus" bezeichnet. Im NLC-Forum von Tom McEvan wurde im Sommer 2007 über "Lacunosus-Erscheinungen" bei Leuchtenden Nachtwolken diskutiert. 

Schlägl, 13. Juni 2006: Das Panoramabild (193 kB) besteht aus mehreren Bildern, die um 03:46 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 2 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 6 Aufnahmen (composite of some images).


Die folgenden Bilder (links, sie sind auf den selben Maßstab gesetzt) zeigen die Entwicklung der Leuchtenden Nachtwolke zwischen 03:24 und 03:46 MESZ. Die rechte Bildreihe, aufgenommen zwischen 03:42 und 03:56 MESZ, lässt die rasche Veränderung der NLC und die Entstehung des "Herzens" innerhalb von nur 14 Minuten erkennen! Eine unglaubliche Dynamik können wir in der Entwicklung dieser NLC bewundern!

03:24 MESZ

01:24 UT

03:42 MESZ

01:42 UT

03:33 MESZ

01:33 UT

 

03:46 MESZ

01:46 UT

03:42 MESZ

01:42 UT

03:52 MESZ

01:52 UT

03:46 MESZ

01:46 UT

 

03:56 MESZ

01:56 UT

Im östlichen Teil der NLC entwickelten sich feine netzartige Strukturen. Die azimutale Ausdehnung der Leuchtenden Nachtwolke erstreckte sich von Norden über Osten bis Süden. Erst spät konnten die südlichen Wolkenabschnitte erkannt werden; sie ließen sich in der bereits hellen Morgendämmerung kaum mehr fotografieren: 


Gegenüberstellung von Aufnahmen: Sternwarte Michelbach - Schlägl

Zur selben Zeit beobachtete Karl Beck von der niederösterreichischen Sternwarte Michelbach die NLC. Sein Beobachtungsort (48° 05' N; 15° 45' O) lag 145 km südöstlich von Schlägl. Deutlich ist die Verschiebung der Wolke zu den Sternen im Hintergrund zu sehen. Natürlich zeigen sich auch Änderungen in der Perspektive der Wolkenstrukturen. Mit Hilfe der Trigonometrie ließe sich die exakte Wolkenhöhe berechnen! Dank an Karl Beck für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Bilder (weitere Aufnahmen von Karl Beck). Auf den Webseiten von Karl Beck finden sich auch NLC-Aufnahmen von Johannes Gruber (Hofstetten im Pielachtal).

 

Vergleich der Beobachtungen von Schlägl (48° 38´ N; 13° 58´ E) und Michelbach (48° 05´ N; 15° 45´ E)

 

2 Aufnahmen von Karl Beck in Michelbach:

Wunderbar ist der Vergleich der Aufnahmen von Churáňov im tschechischen Teil des Böhmerwaldes (49° 04´ 04˝ N; 13° 36´ 57˝ E) mit denen von Schlägl - die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt nur 54 km! 3 Aufnahmen Roman Szpuk finden sich auf dieser Seite: http://ukazy.astro.cz/nlc-pozorovani.php


Am 6. Juli 2002 konnte in Schlägl eine NLC beobachtet werden, deren Oberrand 50° erreichte. In Beobachtung Leuchtender Nachtwolken in Österreich im Zeitraum 1995 bis 2002, Lectures in Geophysics and Physics, Bd. 6/2, p. 46 - 51 beschrieb ich meine Sichtung:

... Berechnungen zufolge stand der Südrand der Wolke knapp 70 km nördlich von Schlägl im Zenit. Sie bedeckte demnach einen großen Teil unseres nördlichen Nachbarstaates Tschechien. Ein Beobachter 147 km südlich von Schlägl hätte den Oberrand der NLC in etwa 20° Höhe überm Horizont gesehen, 327 km südlicher hätte sie noch 10° über den Horizont gereicht und für einen Beobachter in Florenz(!) in 538 km Entfernung wäre die Wolke immerhin noch in 5° Höhe gestanden! Dies entspricht einer geographischen Breite von knapp unter 44°! ...

Am 13. Juni 2006 war es schließlich so weit, dass eine in Schlägl gesichtete NLC auch in Norditalien fotografiert werden konnte: Fabrizio Melandri  beobachtete zwischen 03:45 und 04:15 MESZ in Rocca Malatina (Emilia-Romagna, Italien, geographische Breite: 44,4° N!) die NLC bis in eine Höhe von 5° (Azimut 035 ° bis 060°). Dank an Fabrizio Melandri für die Erlaubnis zur Veröffentlichung des Bildes.  

Ein direkter Vergleich einzelner Wolkenstrukturen beider Sichtungen (Schlägl und Rocca Malatina) ist nicht möglich. Typisch für die NLC des Morgens war aber die reiche Strukturierung der Leuchtenden Nachtwolke durch zahlreiche Wellen.

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14. Juli 2006

Um 03:20 MESZ erschienen die ersten Anzeichen der dritten Leuchtenden Nachtwolke des Jahres. Die Beobachtungsbedingungen waren zwar durch den hellen Mond (3 Tage nach Vollmond) und durch dichtere Cirren beeinträchtigt, trotzdem entwickelte sich die NLC zur bisher hellsten von Österreich aus nachweislich gesichteten Wolke. Während der nächsten eineinhalb Stunden nahm ihre Ausdehnung stark zu: die azimutale Ausdehung erstreckte sich von 310° über Norden bis 076°, ihre Höhe reichte bis etwa 45°! In der rasch heller werdenden Morgendämmerung war die NLC bis 04:50 MESZ (!) zu beobachten, und Sonnenaufgang war an diesem Tag um 05:17 MESZ! Gewiss hatten an diesem Morgen zahlreiche Frühaufsteher (ich denke vor allem an die Schichtarbeiter, die täglich um 4 Uhr von Schlägl mit dem Bus nach Linz pendeln) diese auffälligen Leuchtenden Nachtwolken gesehen! Weitere erfolgreiche Beobachtungen aus dem südlichen Mitteleuropa wurden aus der Schweiz (Mark Vornhusen), aus München (Bernd Gährken), Brannenburg (südlich München - Wolfgang Hinz) und Leibnitz (Christoph Gerber) gemeldet. 

Schlägl, 14. Juli 2006: Das Panoramabild (135 kB) besteht aus 2 Aufnahmen, die um 03:31 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 15 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 2 Aufnahmen (composite of 2 images).


Das oben gezeigte Panorama setzt sich aus den folgenden 2 Aufnahmen zusammen: 


Während der immer weiter fortschreitenden Dämmerung wurden neue Abschnitte der NLC von der Sonne beschienen. Auffallend ist der deutlich rot gefärbte obere Abschnitt der Leuchtenden Nachtwolke, in dessen Bereichen für einen Beobachter eben erst jetzt die Sonne aufgehen würde. Nur bei den wenigsten NLC-Sichtung ist das Morgenrot (Abendrot) zu erkennen. Auch normale Wolken werden vor Sonnenaufgang (-untergang) nur selten von der Sonne intensiv rot angestrahlt: die atmosphärischen Voraussetzungen für sein Entstehen, wie Luftfeuchtigkeit, müssen stimmen. 

Schlägl, 14. Juli 2006: Das Panoramabild (156 kB) besteht aus 2 Aufnahmen, die um 03:41 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 15 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 2 Aufnahmen (composite of 2 images).


Das oben gezeigte Panorama setzt sich aus den folgenden 2 Aufnahmen zusammen: 


Mittlerweile nahmen die Helligkeit sowie horizontale und vertikale Ausdehnung der NLC bemerkenswert zu. Leider bedeckte dichter Cirrostratus einen größeren Teil des linken Wolkenabschnittes. Besonders auffällig entwickelte sich der rechte Teil: ein großteils unstrukturierter Bereich zeigt am oberen Rand zahlreiche scharf begrenzte Wellen! Im Bild rechts erhebt sich die Venus langsam über den Horizont. 

Schlägl, 14. Juli 2006: Das Panoramabild (224 kB) besteht aus 4 Aufnahmen, die um 03:48 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 8 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 4 Aufnahmen (composite of 4 images).


Das oben gezeigte Panorama setzt sich aus diesen 4 Aufnahmen zusammen.

Zum Zeitpunkt der größten sichtbaren Ausdehnung reichte die Nachtleuchtende Wolke bis Nordwest. Leider störten hier dichte Cirrenfelder die Beobachtung, sodass nur mehr schwach leuchtende Bänder in Erscheinung traten. Typisch für diese NLC waren die mehr oder weniger vertikal aufsteigenden und dann beinahe horizontal nach links auslaufenden Bänder. Diese Strukturen lassen sich auf allen in Mitteleuropa aufgenommenen Aufnahmen erkennen. Der auffallende "Sporn" im rechten Wolkenteil besitzt  nun neben feinen Wellen ein deutliches und sehr helles scharfes Band. 

Schlägl, 14. Juli 2006: Das Panoramabild (226 kB) besteht aus 5 Aufnahmen, die um 03:59 MESZ aufgenommen worden sind. 

Foto: © Karl Kaiser; f = 58 mm; 1:2,8; 2 s; Kodak Elite 400. Komposit aus 5 Aufnahmen (composite of 5 images).


Das  Panorama setzt sich aus diesen 5 Aufnahmen zusammen: 


Das letzte Bild der NLC entstand um 04:10 MESZ. Die hellsten Wolkenabschnitte waren noch bis weit in die heller werdende Morgendämmerung hinein sichtbar. Zu meinem großen Bedauern hatte ich keinen passenden Film mehr zur Hand. Die letzten Strukturen verblassten um 04:50 MESZ, 27 Minuten vor Sonnenaufgang! 

Nachfolgendes Bildkomposit veranschaulicht die Entwicklung der Leuchtenden Nachtwolke zwischen 03:31 und 03:59 MESZ. Alle Bilder sind auf den selben Maßstab gesetzt. Großartig ist zu erkennen, wie das erste Morgenrot am Oberrand der NLC allmählich verblasst und die vertikale und horizontale Ausdehnung immer mehr zunehmen - neue Abschnitte der Wolke werden von der aufgehenden Sonne beleuchtet. Es lohnt sich, den Vergleich der 4 Aufnahmen bei höherer Auflösung zu betrachten!   

03:31 MESZ

01:31 UT

03:41 MESZ

01:41 UT

03:48 MESZ

01:48 UT

03:59 MESZ

01:59 UT


Vergleich der NLC-Sichtungen vom 14. Juli 2006 verschiedener Beobachtungsstandorte in Mitteleuropa

Beobachter Bernd Gährken Christoph Goldmann Péter I. Pápics
Beobachtungsort München Leibnitz - Steiermark Piszkesteto Observatory  Ungarn 
Koordinaten 48° 09' N, 11° 35' E 46° 46' 13" N, 15° 32' 14" E 47° 55' 10" N, 19° 53' 40'' E
Entfernung des Ortes von Schlägl in km 185 km  237 km etwa 480 km
 

Die Vergleichsaufnahmen wurden mir dankenswerter Weise von Bernd Gährken, Christoph Goldmann und Péter I. Pápics zur Verfügung gestellt. Bei den Aufnahmen aus München und Leibnitz ist der direkte Vergleich der NLC-Strukturen leicht möglich. Die Beobachtung aus Ungarn zeigt die für diese Nachtleuchtende Wolke typischen eng nebeneinander liegenden Bänder. 

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22. Juli 2006

Bereits ab 21:55 MESZ war die Leuchtende Nachtwolke direkt vom Tal der Großen Mühl aus in der hellen Dämmerung überm Böhmerwald zu erkennen. Die Sichtbedingungen waren durch Dunst stärker beeinträchtigt. An Strukturen zeigten sich kleine unstrukturierte Flächen, Bänder und Wellen. Das Bild wurde um 22:08 MESZ aufgenommen. Von dieser Nacht liegt aus Mitteleuropa keine weitere Sichtung einer NLC vor. Erfolgreiche beobachtet wurde in Schweden, Irland und Großbritannien (siehe Noctilucent Cloud Observers' Homepage). 

Während der folgenden Minuten steigerte sich die Helligkeit des westlichen NLC-Abschnittes, während der östliche Teil in der schwächer werdenden Dämmerung langsam verblasste (22:19 MESZ). 

Um 22:29 MESZ entstand die letzte Aufnahme des Abends. Die NLC war im dichten Horizontdunst kaum mehr wahrzunehmen und Cirren störten die Beobachtung. Das Beobachtungsjahr 2006 lehrte, dass selbst in der 3. Julidekade in Mitteleuropa noch mit Leuchtenden Nachtwolken zu rechnen ist! 

 

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© 2008 - 2009 Karl Kaiser