Beobachtungsintervalle/times of observations

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Bilder: 1995, 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009

Summary

images: 1995, 1997, 1998, 1999, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009

NLC´s des Jahres 2003

22. Juni - 6. Juli

22. Juni 2003

In der Nacht vom 20. auf 21. Juni konnten in diesem Jahr erstmals mehrere BeobachterInnen in Mitteleuropa (in Chemnitz, Klettwitz, Görlitz) unabhängig von einander NLC´s beobachten. Bereits "nachtsdarauf" zeigte sich die 1. Leuchtende Nachtwolke von Österreich aus bei bestem Wetter (22. Juni 2004). 

In the nighttime from June 20th to June 21st some observers watched independent from each other NLC´s in Central Europe (Chemnitz, Klettwitz, Görlitz). During the following night I began my observations that year and succeeded in the morning-hours of June 22nd. nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn


Ab 01:20 bis 02:05 UT (03:20 bis 04:05 MESZ) waren im NE bis E bläuliche zarte Bänder, sehr feine kurze Wellen und schwache unstrukturierte Flächen zu sehen. Die Abgrenzung gegenüber den vorhandenen Cirren war einfach: Während der Beobachtungszeit zogen diese nach Osten ab, während die NLC´s  ortsfest blieben. Die beginnende Morgendämmerung ließ die Cirren bereits schwach rötlich erscheinen. Während im westlichen Teil der Wolke zahlreiche dicht angeordnete Bänder vorherrschten, die rasch in der heller werdenden Dämmerung verblassten, zeigten sich weiter östlich die erwähnten unstrukturierten Flächen und Wellen sowie sehr scharfe, bis zuletzt sichtbare Bänder. Die horizontale Ausdehnung reichte im Azimut von 050° bis 112° (!), die maximal erreichte Höhe betrug 15°. An diesem Morgen beobachtete auch Ulrich Rieth in Mainz (Mainz, 50° N, 8° 15' E): die Ausdehnung "seiner" Wolke im Azimut: 330° über 0° bis 060°, bei einer maximalen Höhe von 45°. Sichtbar waren für ihn unstrukturierte Flächen und Bänder, möglicherweise Teile der für mich nicht mehr erkennbaren Fortsetzung der Erscheinung nach Westen hin. Die folgenden 3 Bilder (jeweils Zusammenschnitte aus 2 Aufnahmen) lassen das langsame Verblassen der Strukturen im Westen und die Bewegung der Cirren erkennen! 

At  01:20 UT faint bands and vails and very short waves appeared in north-east and east direction. It was easy to discern the NLC´s from cirrus: The Noctilucent Clouds did not move, the faint reddish cirrus-clouds drifted eastwards. In the western part of the cloud bands predominated; they faded in the brightening dawn rapidly. The eastern part consisted of vails, waves and very sharp bands. The expansion in azimuth was 050° - 112° (!), the maximum elevation 15°. This morning Ulrich Rieth observed NLC´s in Germany (Mainz, 50° N, 8° 15' E): azimuth of "his" cloud: 330° - 060°, maximum elevation up to 45°. He just observed vails and bands, maybe a western part of the cloud that I was not able see anymore. The three images below show the gradual fading of structures in the dawn and the movement of high cirrus.

Foto 1: 01:31 UT; f = 58 mm; 1:2,8; 10 s; Kodak Elite 400. © Karl Kaiser
Foto 2: 01:38 UT; f = 58 mm; 1:2,8; 10 s; Kodak Elite 400. © Karl Kaiser
Foto 3: 01:43 UT; f = 58 mm; 1:2,8; 5 s; Kodak Elite 400. © Karl Kaiser

Anhand der folgenden Bilder (aufgenommen zwischen 01:31 und 01:43 UT) lassen sich die schnellen Veränderungen der NLC-Strukturen nachvollziehen. Die Zahl der feinen Wellen nimmt deutlich ab, während sich 2 Bänder auffallend verstärken. 

Comparing the next images it is easy to see the fast changing of the structures within the NLC (images were taken between 01:31 und 01:43 UT): The number of faint waves decreases, two bands intensify conspicuously.

 

Nebenstehendes Komposit der Aufnahmen zeigt die ablaufenden Veränderungen in den Wolkenstrukturen direkt im Vergleich!

This composite makes it possible to compare the changing of the structures easily.

 

 

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6. Juli 2003

Eine zweite NLC sah ich in diesem Jahr während der Schiffsreise von Dänemark über die Färöer nach Island. Ab 00:10 bis 00:45 MESZ zeigten sich bei wolkenlosem Himmel unstrukturierte Flächen, scharf und unscharf begrenzte und sich teilweise kreuzende Bänder (weder Anfang noch Ende der Erscheinung wurden beobachtet). Die horizontale Ausdehnung in Azimut reichte von 350° bis etwa 80°, der Oberrand der NLC fand sich bei 15° Höhe. Die Helligkeit bezifferte ich auf der 5-stufigen Skale mit 2. Die ungefähren Koordinaten des Beobachtungsstandortes: 57° 30' N, 7° 20' E. Am vorhergehenden Abend fotografierte Mats Mattsson in Stockholm (Schweden) wunderbare und weit ausgedehnte Leuchtende Nachtwolken in westlicher Richtung. NLC´s können sich aus hunderten Kilometern Entfernung dem Beobachter zeigen. So wäre es nicht überraschend, wenn wir beide das selbe Wolkenfeld bestaunt hätten! Dank an Mats für die Erlaubnis zur Veröffentlichung des Bildes.

I observed another NLC during my travel from Denmark via Färöer to Iceland. At 22:10 till 22:45 UT (evening hours of July 5th!) vails and bands with diffuse and sharply defined edges, crossing each other sometimes were visible in a cloudless sky: the extension in azimuth reached from 350° to 80°, the maximum elevation was 15°, the brightnes an a scale consisting of 5 parts was 2. The location of our ferry: 57° 30' N, 7° 20' E. Mats Mattsson took images of beautiful and widespreade Noctilucent Clouds at Stockholm (Sweden) this night. The clouds were located in the western parts of the sky too. As it is possible to watch NLC´s from a great distance it would not be unexpected if Mats and I have observed the same cloud! Thanks to Mats for using his image.

Foto: © Mats Mattsson, 5. Juli 2003, Stockholm (Sweden), Olympus Camedia 2040Z (Credit to Mats Mattsson)

 

Schiffsreise von Dänemark zu den Färöern. Travelling by ship from Denmark to the Färöer-Islands.

5. Juli 2003:  Sonnenuntergang südlich von Norwegen um 22:26 MESZ. © Karl Kaiser

Sunset southwards of Norway at 20:26 UT

6. Juli 2003: der Autor der NLC-Seiten bei den Shetland-Inseln. © Karl Kaiser

The author of the NLC-sites near the Shetland-Islands

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