|
|

Homepage: TRIO BROCCOLI
rec. 2007, erschienen bei Extraplatte
Bestellung für 16 €/Stück:
wag.chr@aon.at
Es brodelt und kocht an allen Ecken und Enden des aktuellen österreichischen Improvisationsbodens. Drei profilierte Persönlichk eiten eben dieses, mit einem Hang zur mediterranen Kulinarik, haben ein neues Ensemble formiert. Allesamt Musiker mit einer sensorischen Ader für kollektive Interaktionen und einem prägnanten Feinsinn hinsichtlich Klangfarben, den sie mit lodernder Experimentierlust an den Instrumenten kundtun.
Was zudem die stringente Chemie zwischen den Musikern ausmacht sind, die sich deckenden Auffassungen einer feinstofflichen Klangästhetik und eine non-hierarchischen Gruppendynamik. Räume stehen ebenso schlüssig konturierenden Zwischentönen offen, wie reduzierten Gesten und forsch wuchernden „Verwacklungen“. Das findige Tänzeln an den Rändern und das Überschreiten des tradierten Tanzbodens stellt ein höchst berauschendes Gegengewicht zu herkömmlichen Improvisation- und Hörmustern dar. Ein klanggewandtes, spielwitziges Trio bittet zum Tanz. Standardtänze lassen sie außen vor. Sie perfektionieren den mit viel Bewegungsfreiheit versehenen Ausdruckstanz.
(hannes schweiger)

EX 643-2 soundog
Elisabeth Harnik/Katharina Klement/Josef Novotny/Fredi Pröll/Uli Winter
freistil Nr. 6, Februar 2006:
Der Einstand von soundog, vormals auch unter dem Namen „Bipsn Soundog“.
Doch das kryptische „Bipsn“ dürfte nicht auf ungeteilte Zustimmung innerhalb des Ensembles gestoßen sein.
Anyway, „To Bipsn Or Not To Bipsn“, Soundog ist ein frisches österreichisches Quintett mit den beiden Tasten- und Innenraummeisterinnen Katharina Klement und Elisabeth Harnik, dem elektronischen Alchemisten Josef Novotny und den beiden „Klangsensoren“ Uli Winter und Fredi Pröll.
Das originell besetzte Ensemble pflegt auf leisen Sohlen eine Feinstofflich-keit, in die eine schillernde Palette von Klang- und Geräuschereignissen eingewoben ist.
Erschaffen werden die daraus resultierenden, bizarren Soundtopographien aus der Imaginationskraft des Augenblicks.
Ausgesprochene Strukturverläufe blieben bewusst ausgespart. Man gibt sich einem kollektiven Spontanietätsakt hin, der zu Texturen führt, denen ein dichtes Netz von tönenden Geschehnissen eigen ist.
Phasenweise lassen sich die klanglichen Urheberquellen nicht mehr verifizieren, wodurch ein einziger flirrender Organismus entsteht.
Intuitiv folgen die MusikerInnen den Routen, die die Interaktionen initiieren. Und somit liegt ein hervorstechender Reiz in der Detailhaftigkeit der Klangfindungen. An Tiefenschärfe gewinnen die Improvisationen durch eine äußerst sensible Handhabung von Crescendi und Decrescendi, wie durch die eigenständige Klangsprachlichkeit der ProtagonistInnen.
Ausgespart bleiben sowohl unbändige Entladungen als auch ein zu sehr in sich gekehrt Sein.
Der Zauber liegt in einer rastlosen, nie versiegenden Beweglichkeit. Jede Äußerung knistert, knackt, vibriert vor Leidenschaft und Energie. Erschaffen aus einer Klangästhetik der Genauigkeit und eines konzentrierten Raum/Zeit-Gefüges. Soundog drückt in bewegender Weise das Zufällige als Lebensgefühl aus.
Unbedingt anbipsn.
|
|
Jazzeit Mai 2006:
Bei dem Titel dieser Veröffentlichung dürfte es sich um die österreichisch eingefärbte Bezeichnung für den Tag des Herrn handeln. Eingespielt wurden die 5 spontanen Improvisationen von Elisabeth Harnik (clavichord), Katharina Klement (piano), Fredi Pröll (percussion), Uli Winter (cello) und Josef Novotny /electronics) jedoch am Mittwoch den 5. Januar 2005. Die Ergebnisse lassen sich zwar im Ansatz mit ähnlich gearteten Projekten, wie etwa das Evan Parker Electro-Acoustic Ensemble, vergleichen, fallen aber durchaus überraschender und impulsiver aus. Natürlich wird auch hier der Stille als Gestaltungsmittel viel Platz eingeräumt, jedoch nicht um eine an- und abschwellende Intensität der Stücke zu erzeugen. Die Dynamik der Musik ergibt sich vielmehr aus jeweils gelungenen Akzenten einzelner Instrumente, was eine kontinuierlich fließende und unvorhersehbare musikalische Bewegung bewirkt. (gan) |
|

EX 3622 WUF
Wolfgang Gruber/Fredi Pröll/Uli Winter
|
|
|