Bestimmung
Die bekanntesten Arten sowie Tipps zur Identifikation
1) Die bekanntesten Arten
Gerade bei einer Pflanze mit zahlreichen Vertretern, die der Storchschnabel nun einmal hat, kommt es vor, dass man unbekannte Arten oder Sorten im Garten entdeckt. Entweder sie wurden unter falschem Namen gekauft oder unter der nichtssagenden Bezeichnung 'Storchschnabel' verschenkt.
Obwohl schon eine große Anzahl verschiedener Geranium angeboten wird, sind viele der unbekannten Pflanzen folgende Arten (oder Sorten von diesen):
x cantabrigiense
Erkennt man an den duftenden, jedoch glatten Blättern. Blüht ab Mai rosa oder weiß. Bodendeckend. 30cm hoch, wächst rasch.  
himalayense Ca. 40cm hoch, hat eingeschnittenes Laub und trägt ab Mai große, violettblaue Blüten. Deckt den Boden zuverlässig. Schöne Herbstfärbung.  
macrorrhizum
Sicher das am häufigsten verwendete Geranium. Stark duftende, weich behaarte Blätter, weiße oder pinkfarbige Blüten, ca. 30cm hoch, blüht ab April.  
x magnificum Sehr oft verwendet, blüht im Mai/Juni sehr üppig und hat breite und große, weiche Blätter, wird ca. 60cm hoch. Meist keine Nachblüte.  
x oxonianum Viele Sorten und Sämlinge sind im Handel, wird zwischen 30 und 60cm hoch und blüht ab Mai in Tönen zwischen Weiß und Pink.  
phaeum Blüht ab Mai, meist dunkle Blüten, es gibt aber viele andere Farben. 40-90cm hoch,oft geflecktes Blatt. Wächst rasch. Bekannt ist die Sorte 'Samobor'.  
pratense Große, tief eingeschnitte Blätter (es gibt auch rotblättrige Sorten), blüht ab Juni in Tönen von Blauviolett bis Weiß, wüchsig. Wird bis über 1m hoch.  
renardii Etwa 30cm hoch, krepppapierartiges, salbeigrünes Laub, weiße Blüten mit dunklen Adern. Blüht im Mai/Juni und hat eine schöne Herbstfärbung.  
sanguineum Auch 'Blut-Storchschnabel' genannt. Blüht den Sommer über in weiß, rosa oder pink, kleine, tief eingeschnittene Blätter, kugeliger Wuchs. Ca. 40cm.  
2) Tipps zur Bestimmung
Wegen der vielen Arten und Sorten die nun schon auf dem Markt sind ist es schwer geworden, Storchschnäbel durch bloße Beschreibungen zu bestimmen. Will man die Pflanze von jemand anderem bestimmen lassen, ist es zweifellos am besten, die unbekannte Pflanze zu fotografieren. Doch auch hier ist es von Vorteil, sich an bestimmte Kriterien zu halten und nicht einfach drauf los zu knipsen.
Blatt: Eindeutiger als die Blüte - deren Farbe variieren kann und von der Kamera oft verfälscht wird - ist ein Bild des Blattes. Es gilt allerdings zwischen jenen Blättern, die direkt aus Rosetten/Knospen/Trieben wachsen und jenen, die an den Blütenstängeln stehen zu unterscheiden. Für eine Pflanze am typischsten sind meist erstere - die grundständigen Blätter.
Blüte: Wenn möglich sollte man die Blüte von oben - damit man die Staubgefäße sieht - und von der Seite fotografieren, damit man das Kelchblatt sehen kann, dessen vorhandene oder nicht vorhandene Behaarung die Bestimmung eventuell erleichtert.
Weiteres: Wichtig ist auch ein 'Ganzkörperbild' oder wenn möglich ein Bild des Austriebs.
Experten legen auch auf die Art der Samenverbreitung Wert und wie der Samenstand aufgebaut ist. Geranium auf diese Art zu unterscheiden ist 'höhere Materie' und für Liebhaber meist nicht von Belang. In fast allen Fällen reicht ein Bild des Blattes und der Blüte aus, um die Pflanze zu benennen.
Gibt es keine Möglichkeit, die Pflanze zu fotografieren, sollte man sie möglichst genau beschreiben können. Wichtig ist die Form der Blätter: Sind sie eingeschnitten, wenn ja, wie weit, wie ist die Substanz der Blätter (weich, hart...) sind die Stängel oder andere Teile der Pflanze behaart, wie hoch wächst sie, wie ist ihre Wuchsform (aufrecht, kriechend, 'kletternd'...) und wann blüht sie. Gut ist es auch, zuerst Bilder von Geranium zu betrachten, um mögliche Ähnlichkeiten feststellen zu können.
Sie können mir gerne Bilder von unbekannten Storchschnäbel schicken oder sie im Forum veröffentlichen.
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