Anfang
und Mitte Dezember warteten wir heuer vergebens auf
den Schnee. Zum Trost gab es angenehme Wintertage, an
denen man den Garten in seiner Ruhephase beobachten
konnte. Die wichtigesten Elemente sind in unserem Garten
Gräser und den heimischen Kalkstein, der um diese
Jahreszeit sehr dominant wirkt und die Beete durch Begrenzungen
strukturiert.
Das
Schilf im Reinigungsteich hat nun seine Zeit. Immergrüne
Pflanzen setze ich kaum, ich finde, im Winter sollte
der Garten einfach ruhen und mit den Überresten
des Jahres an die Üppigkeit erinnern. Vielen Betrachtern
fehlt hier womöglich das Grün, ich bin mag
die verschiedenen Schattierungen von Braun lieber. Auch
Kater Oskar liebt die vielen Gräser, in denen er
sich verstecken kann. Rechts die Samenstände von
Lunaria rediviva, die noch immer ziert.
Im
Sommerbeet stehen nur mehr die wirklich großen
Stauden wie Vernonia crinita, Agastache rugosa und Sanguisorba.
Beim ersten Schnee knicken die Stängel meist ein.
Im Frühjahr kann man einen Großteil der Stauden
einfach wegheben, womit das Beet innerhalb einer Viertelstunde
aufgeräumt ist. Rechts das Apfelbaumbeet vom Bach
aus, die Wegführung mit Rasen und Beeten wirkt
im Winter besonders gut.
Links
oben ein Miscanthussämling am Teichabgang, darunter
die schon zerfallenen Samenstände von Sanguisorba.
In der Mitte oben die wolligen Samenkügelchen der
Vernonia, darunter Hortensie 'Annabelle'.
Rechts
oben posiert Oskar inmitten des Sommerbeetes auf seiner
Lieblingsstelle, einem alten Baumstamm aus dem Fluss.
Darunter spielt er am zugefrorenen Teich mit einem Kieselstein,
ein Spiel, das ihm diesen Winter viele lustige Stunden
beschert hat.
Der
erste Schnee nach Weihnachten zeigt den Garten in ganz
anderem Kleid. Manche Samenstände stechen dunkel
aus dem Weiß hervor, andere sind kaum zu sehen
oder haben keine so deutliche Wirkung.
Diese
wunderschöne Stimmung konnten wir Anfang Jänner
genießen. Mit Schnee und Rauhreif wirkt der Garten
am schönsten. Ich kann wirklich nur allen empfehlen,
die Staudenbeete den Winter über nicht zurückzuschneiden,
damit der Garten nicht völlig leer erscheint. Im
Frühling ist das Wegräumen in kurzer Zeit
erledigt. Unten links eine Blaumeise stellvertretend
für die vielen Vögel, die im Winter zum Futterhaus
kommen.