|
|
|
|
|
|
|
Die
ersten Sorten, die wir neben den eigentlichen Arten noch heute in
unseren Gärten kultivieren, entstanden Anfang des 17.Jahrhunderts.
Der Hortus Eystettensis, ein 1613 erschienenes botanisches Werk, listet
3 verschiedene Sorten des Wiesen-Storchschnabels G. pratense,
darunter eine weiße Form und den heute als 'Striatum' oder 'Splish
Splash' weit verbreiteten Typ mit weiß-blau gestreiften oder
gescheckten Blüten. |
|
|
|
|
|
G.
sylvaticum, der Wald-Storchschnabel, wird 1623 von Caspar Bauhin
erwähnt, gerät aber in Vergessenheit und ist auch heute
nicht sehr populär. |
|
|
|
|
|
G.
sanguineum hingegen ist laut Quellen schon seit 1561 zumindest
in Mitteleuropa in Kultur und war 1613 bereits soweit bekannt, dass
es im Hortus Eystettensis eine farbige Abbildung bekam. An der Entstehung
vieler jetzt bekannter Sorten ist der englische Züchter Jack
Drake massgeblich beteiligt. |
|
|
|
Geranium
ruprechtii
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Der
Braune Storchschnabel, G. phaeum, findet sich erstmals 1561
als Gartenpflanze in Deutschland erwähnt. Doch seine düstere
Blütenfarbe brachte ihm im Englischen den Namen 'Mourning Widow'
("Trauernde Witwe") und auch am Festland nicht gerade die
Gunst der Gartenfreunde ein. Erst in den letzten Jahren, vor allem
durch die Zucht farbenfroherer Exemplare, wird diese Art bekannter
und öfter in Gärten verwendet. |
|
|
|
|
|
| Genau
umgekehrt erging es G. pyrenaicum, dem Pyrenäen-Storchschnabel.
Er wurde Anfang des 17. Jahrhunderts entdeckt und von Bauhin erstmals
1623 erwähnt. Doch erst Ende des 18. Jahrhunderts fand diese
Art in die Gärten. 1779 bot eine Gärtnerei in Hamburg neben
der blau-violetten auch eine weiße Form an. Doch dann vergaß
man diese Art und sie begann zu verwildern. Seither ist sie bei uns
weit verbreitet, aber - wohl auch aufgrund der zahlreichen Sämlinge,
die man dann zu jäten hätte - nur mehr in wenigen Gärten
zu finden. |
|
|
|
|
|
| G.
endressii, eine der Mutterpflanzen der heute mit vielen Sorten
weit verbreiteten Art G. x oxonianum, kam erst 1832 aus den
West-Pyrenäen nach England. |
|
|
|
|
|
| Das
als Bodendecker ideale G. macrorrhizum wurde schon Ende des
16.Jahrhunderts kultiviert; allerdings nicht wegen seiner Blüten,
sondern wegen seiner Heilwirkung und zur Herstellung von Geraniumöl.
Nach einiger Verwirrungen in der Namensgebung kam Linnaeus wieder
auf macrorrhizum zurück. Bis heute ist diese Art weit verbreitet
und beliebt; mittlerweile existieren auch hellerblütige Sorten.
Die 'Variegatum'-Form ist relativ neu. |
|
|
|
|
|
|
|
|
| G.
ibericum wurde von Tournefort bei seiner Orientreise entdeckt
und 1703 erstmals von ihm erwähnt. Der Name bezieht sich auf
die heute in Georgien liegende Landschaft Iberia und nicht etwa auf
die iberische Halbinsel. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Art
rasch in Mitteleuropa verbreitet. |
|
|
|
|
|
| Ebenfalls
aus dem Kaukasus vom G. platypetalum.Es wurde erst 1835 als
eigene Art in einem Katalog angeführt. Im Laufe der Geschichte
wurde sie immer wieder mit G. ibericum verwechselt. Aufsehen erregte
dann eine Pflanze mit großen Blüten und von kräftigem
Wuchs. Sie war schon weit verbreitet, ehe sie 1961 vom Schweden Nils
Hylander als sterile Hybride zwischen G. ibericum und G. platypetalum
bestimmt wurde. Er gab ihr den Namen G. x magnificum. Den Pracht-Storchschnabel
gibt es demnach schon lange, das erste Herbarexemplar stammt aus dem
Jahr 1871. |
|
|
|
|
Geranium
maculatum 'Espresso'
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Jahresangaben
und sonstige Daten nach: Krausch, Heinz-Dieter: "Kaiserkron und
Päonien rot
". Entdeckung und Einführung unserer
Gartenblumen. Hamburg: Dölling und Galitz Verlag 2003 S.180 -
183 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|