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Storchschnäbel
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G. robertianum, das Ruprechtskraut, etwa; es "
ist
dem Schutzheiligen des Hauses, Ruprecht (=Robert), geweiht,
wozu wohl die Form der Frucht Veranlassung gab. Diese erinnert
ja an den Vogel, dessen Ansiedlung dem Hause Glück verheißt,
also an den Storch."
G. macrorrhizum, eine Art von den Südalpen und vom Balkan,
ist seit 1576 dokumentiert. "Im 1832 erschienenen Hortus
Britannicus' von J.C. Loudon wurden bereits 24 Arten genannt,
und von 21 ist bereits damals bekannt, wann sie eingeführt
wurden. In Deutschland erschien 1912 eine weltumfassende Monographie
in der Serie Das Pflanzenreich' von R. Knuth. Er beschreibt
darin - lateinisch - mehr als 260 Arten, aber er schafft es
nicht, die einzelnen Arten deutlich abzugrenzen. Das gelang
erst 1984 in vorbildlicher Weise durch den englischen Botaniker
Peter Yeo." |
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Geranium
asphodeloides
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Dann
wurde es lange still um die Storchschnäbel. Doch in den
letzten 20 Jahren hat diese Gattung einen großen Aufschwung
erlebt. Züchter besonders aus England und den Niederlanden
brachten neue Sorten auf den Markt, vergessene Wildarten wurden
wieder gepflanzt und ein Ende dieses Booms ist nicht abzusehen.
Zu anpassungsfähig, zu leicht kultivierbar und zu vielschichtig
ist diese Pflanze, als dass man sie einfach wieder vergessen
könnte. Die Storchschnäbel haben nun einen fixen Platz
in den Staudengärten unserer Zeit - und bestimmt werden
noch viele Neue gefunden und gezüchtet werden, die es wert
sind, in unsere Sammlungen aufgenommen zu werden. |
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Die
unter Anführungszeichen geführten Passagen stammen
aus: Jansen, Coen: Geranium für den Garten. Aus
dem Niederländischen von Herbert Duggen. Stuttgart: Ulmer
Verlag 1997, S.11 |
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Die
ersten Sorten, die wir neben den eigentlichen Arten noch heute
in unseren Gärten kultivieren, entstanden Anfang des 17.Jahrhunderts.
Der Hortus Eystettensis, ein 1613 erschienenes botanisches Werk,
listet 3 verschiedene Sorten des Wiesen-Storchschnabels G.
pratense, darunter eine weiße Form und den
heute als 'Striatum' oder 'Splish Splash' weit verbreiteten
Typ mit weiß-blau gestreiften oder gescheckten Blüten.
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G.
sylvaticum, der Wald-Storchschnabel, wird 1623 von
Caspar Bauhin erwähnt, gerät aber in Vergessenheit
und ist auch heute nicht sehr populär. |
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G.
sanguineum hingegen ist laut Quellen schon seit 1561
zumindest in Mitteleuropa in Kultur und war 1613 bereits soweit
bekannt, dass es im Hortus Eystettensis eine farbige Abbildung
bekam. An der Entstehung vieler jetzt bekannter Sorten ist der
englische Züchter Jack Drake massgeblich beteiligt. |
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Geranium
ruprechtii
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Der
Braune Storchschnabel, G. phaeum, findet sich
erstmals 1561 als Gartenpflanze in Deutschland erwähnt.
Doch seine düstere Blütenfarbe brachte ihm im Englischen
den Namen 'Mourning Widow' ("Trauernde Witwe") und
auch am Festland nicht gerade die Gunst der Gartenfreunde ein.
Erst in den letzten Jahren, vor allem durch die Zucht farbenfroherer
Exemplare, wird diese Art bekannter und öfter in Gärten
verwendet. |
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Genau
umgekehrt erging es G. pyrenaicum, dem Pyrenäen-Storchschnabel.
Er wurde Anfang des 17. Jahrhunderts entdeckt und von Bauhin
erstmals 1623 erwähnt. Doch erst Ende des 18. Jahrhunderts
fand diese Art in die Gärten. 1779 bot eine Gärtnerei
in Hamburg neben der blau-violetten auch eine weiße Form
an. Doch dann vergaß man diese Art und sie begann zu verwildern.
Seither ist sie bei uns weit verbreitet, aber - wohl auch aufgrund
der zahlreichen Sämlinge, die man dann zu jäten hätte
- nur mehr in wenigen Gärten zu finden. |
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G.
endressii, eine der Mutterpflanzen der heute mit
vielen Sorten weit verbreiteten Art G. x oxonianum, kam
erst 1832 aus den West-Pyrenäen nach England. |
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Das
als Bodendecker ideale G. macrorrhizum wurde schon
Ende des 16.Jahrhunderts kultiviert; allerdings nicht wegen
seiner Blüten, sondern wegen seiner Heilwirkung und zur
Herstellung von Geraniumöl. Nach einiger Verwirrungen in
der Namensgebung kam Linnaeus wieder auf macrorrhizum zurück.
Bis heute ist diese Art weit verbreitet und beliebt; mittlerweile
existieren auch hellerblütige Sorten. Die 'Variegatum'-Form
ist relativ neu. |
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G.
ibericum wurde von Tournefort bei seiner Orientreise
entdeckt und 1703 erstmals von ihm erwähnt. Der Name bezieht
sich auf die heute in Georgien liegende Landschaft Iberia und
nicht etwa auf die iberische Halbinsel. Anfang des 19. Jahrhunderts
wurde die Art rasch in Mitteleuropa verbreitet. |
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Ebenfalls
aus dem Kaukasus vom G. platypetalum. Es wurde
erst 1835 als eigene Art in einem Katalog angeführt. Im
Laufe der Geschichte wurde sie immer wieder mit G. ibericum
verwechselt. Aufsehen erregte dann eine Pflanze mit großen
Blüten und von kräftigem Wuchs. Sie war schon weit
verbreitet, ehe sie 1961 vom Schweden Nils Hylander als sterile
Hybride zwischen G. ibericum und G. platypetalum bestimmt wurde.
Er gab ihr den Namen G. x magnificum. Den Pracht-Storchschnabel
gibt es demnach schon lange, das erste Herbarexemplar stammt
aus dem Jahr 1871. |
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Geranium
maculatum 'Espresso'
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Jahresangaben
und sonstige Daten nach: Krausch, Heinz-Dieter: "Kaiserkron
und Päonien rot
". Entdeckung und Einführung
unserer Gartenblumen. Hamburg: Dölling und Galitz Verlag
2003 S.180 - 183 |
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