Krankheiten und Schädlinge an Geranium
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Wenn Sie von weiteren Schädlingen wissen, selbst befallene Pflanzen haben oder Bilder , können Sie mich gerne kontaktieren.

Geranium sind grundsätzlich sehr robuste Pflanzen. Die meisten Vertreter der Gattung sind nicht schädlings- oder krankheitsanfällig. Empfindlich sind sie nur in Bezug auf den Standort. Es gibt einige Arten, die frischen Boden brauchen oder schattig stehen müssen. Auf meiner Homepage sind diese Standortwünsche meist bei den Pflanzen angegeben.

Falls Sie im Garten ein Geranium haben sollten, das nicht zufriedenstellend wächst, achten Sie daher zuerst, ob es richtig steht. Geranium pratense etwa wird bei voller Sonne und trockenem Boden nicht sehr zufrieden sein, ebenso ein Geranium phaeum in voller Sonne, ganz zu schweigen von den etwas spezielleren Arten wie Geranium cinereum, das, ganz anders als die anderen Storchschnäbel, volle Sonne und durchlässig, trockenes Substrat braucht. Die erste Maßnahme bei schwachem Wuchs ist daher das Umpflanzen an geeignetere Stellen.

Bei Mehltau oder anderen Blattkrankheiten wie gelegentlich vorkommenden Pilzen (grau bis weißliche Beläge an der Triebbasis und den Stängeln) hilft ein beherzter Rückschnitt. Nahezu alle Geranium (auch hier sind kleinwüchsige und trockenheitsliebende Arten eine Ausnahme) treiben nach einem Rückschnitt kräftig aus. Das gesunde Laub hält sich dann bis in den Herbst und oft kommt es sogar zu einer Nachblüte.

Schnecken sind nur für Sämlinge und junge Pflanzen ein Problem und auch das nur in seltenen Fällen.
Ähnlich verhält es sich mit Blattläusen, sie treten nur im Gewächshaus bei Jungpflanzen auf.
Dickmaulrüssler können hier schon gefährlicher werden. Die ausgewachsenen Käfer knabbern angeblich nur an den Blatträndern, die kleinen Larven allerdings tun das an den Wurzeln und können so ganze Pflanzen zum Eingehen bringen. Meist hilft es, wenn man die betroffene Pflanze sofort ausgräbt, die ganze Erde vom Ballen - und somit auch die Larven - ausschüttelt und die Pflanzen neu auspflanzt oder sie vorerst in Töpfe pflanzt, bis sie sich wieder erholt haben.
Ein verbreitetes Schadbilder ist der Mehltau, der alle Geraniumarten befallen kann, meist aber bei pratense, phaeum und clarkei auftritt. Der Auslöser ist fast immer die Witterung. Man sollte die befallenen Pflanzen sofort zurückschneiden, der neue Austrieb ist dann gesund.
Interessant sind auch diese Schadbilder an einem G. renardii. Vermutlich handelt es sich bei den Schädlingen um Larven von Blattwespen. Das Geranium erholte sich nach dem Befall rasch wieder.
Hier sieht man die Schädlinge. Falls Sie wissen, um welche Tiere es sich handelt, würde ich mich freuen, wenn Sie mir dies mitteilen würden.
Unbekannt ist auch der Verursacher dieses Schadbildes. Alle Blüten dieser Pflanze waren durchlöchert. Eine Vermutung ist der Rapsglanzkäfer, (Meligethes aeneus), der laut Literatur zwar nur Kreuzblütler befällt, aber auch schon auf Geranium beobachtet wurde.