Berichte
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Klangreise des GGV und des Ohlsdorfer Kammerorchesters Mit einem Riesenaufgebot an Chorsängern, Gesangssolisten und Orchestermusikern und einem musikalischen Bogen, der sich über zahlreiche Epochen und Stilrichtungen spannte, sorgten der Gmundner Gesangsverein, das Ohlsdorfer Kammerorchester und die Singfried’s, der Kinderchor des GGV, am vergangen Freitag [19. Oktober 2007] im vollbesetzten Stadttheater für einen musikalischen Genuss der besonderen Art. Manch einer rümpft die Nase, wenn es musikalisch querfeldein geht. Diesmal aber war die Programmauswahl so gelungen und die Musiker in so guter Verfassung, dass gerade diese potpourrihafte Vielfalt zu musikalischen Höhenflügen führte. Andreas Kaltenbrunner, der auch die Gesamtleitung innehatte, führte den Gesangsverein mit sicherer Hand und strenger Miene durch alle Feinheiten der Chorliteratur vom Volkslied bis zum Musical, Johannes Gstöttner, leider meist nur von hinten zu sehen, leitete das Kammerorchester Ohlsdorf und spielte stilsicher den Solo-Part in den beiden Klezmer-Stücken, gesangssolistisch traten Veronika Pointner-Waldl und Christian Havel auf, herrliche Stimmen mit Flair und Charakter, besonders im Duett. Monika Hufnagl schließlich stellte den neugegründeten Kinderchor des GGV mit fünf Liedern vor, gesungen von selbstbewusst auftretenden Kindern, die sehr schnell sämtliche Publikumsherzen erobert hatten. Zu hoffen ist, dass es von dieser Art Klangreise bald einmal eine Fortsetzung geben wird! Rudolf Neuböck
Gmundner Gesangsverein / Mit Mozart in die Ewige Stadt GGV tritt in Rom auf GMUNDEN / Das erste Gesangsjahr mit Orgelbaumeister–Chorleiter Andreas Kaltenbrunner am Pult beginnt gleich mit einer Reise, die sich sehen lassen kann. Zu Ehren von Geburtstagskind Amadé (zu Deutsch „Gottlieb“, also jemand, den Gott so sehr liebte, dass er ihm die Gnade erwies, ein musikalisches Genie zu werden) begibt sich der größte Chor der Traunseeregion gleich mit ein paar Hundert zusätzlichen Sängerinnen und Sängern am 27. Juni in das päpstliche Rom, um dort die neu einstudierte Credo-Messe des Freimaurers vor versammeltem Festpublikum in San Paolo fuori le Mura vorzutragen. Mit von der Partie sind außer dem GGV der Kirchen- und Jugendchor Niederthalheim, der Kirchenchor Desselbrunn, Kaltenbrunners zweites Vorzeigeteam aus Scharnstein (der Berthold-Chor) und der Kirchenchor Grünburg. Neben Andreas Kaltenbrunner, der für die musikalische Planung und Leitung verantwortlich zeichnet, wird der heurige Chorausflug von Mag Johann Kraft, seines Zeichens Pfarrer von Desselbrunn, koordiniert. Die Gelegenheit, neu einzusteigen! Klassikliebhaber/-innen, die dieses künstlerische und touristische ‚Schmankerl’ reizt, können ab der nächsten Probe mit dabei sein. Konzertproben finden jeweils am Dienstag, um 19.30 Uhr in der Hak Gmunden statt (rückwärtiger Eingang vom Parkplatz Seilerstätte aus, letzter Stock). Der GGV heißt jeden, der musikalisch ist und Mozart liebt, herzlich willkommen. Obmann Dkfm Peter Hammerschmid freut sich über jede telefonische Anmeldung unter 62072. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.gmundnergesangsverein.net (,der stets topaktuellen Homepage des GGV und der Singfrieds, die von Mag Herbert Pollhamer eifrig in Schuss gehalten wird). Topklassik und eindrucksvolle Besichtigungen Dank guter Verbindungen stehen in Rom und Umgebung außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, so zum Beispiel einige klerikale Schätze, die Touristen normalerweise nicht zugänglich sind. Neben einer Generalaudienz auf dem Petersplatz, einer Stadtrundfahrt mit Besuch der unüberschaubaren Vatikanischen Museen, eines Besuchs von Montecassino, des ältesten Benediktinerklosters, und von Castell’ Gandolfo, Benedettos Sommerdomizil, dürfen auch die Geschmacksknospen nicht zu kurz kommen. Gemeinsam wird man daher nach dem Festgottesdienst, dem auch die höhere Diplomatie beiwohnen wird, und einem anspruchsvollen Exkursionsprogramm in eine Weinschenke in Frascati einkehren. Zum Ausklang wird auf der Rückfahrt noch Arezzo besichtigt, in dessen gotischem Dom die Chöre eine weitere Messe musikalisch bestreiten werden. CHRISTINA GRABNER
Gmundner Gesangsverein tauft Kinderchor 'Singfrieds'GGV Singfrieds vokal und instrumental!
Interessierte junge SängerInnen und MusikerInnen melden sich am besten unter 07612/75717 bei der Kinderchorleiterin persönlich an.
GESANGSVEREIN / Exkursion zum Stift Admont
Aktiv, dynamisch und vielseitig
GMUNDEN / Um das schaffensreiche Gesangsjahr 2004/05 amüsant ausklingen zu lassen, begaben sich 25 Sängerinnen und Sänger des GGV 1861 am vergangenen Samstag trotz unbeständiger Witterung in Richtung Admont, Steiermark. Veranstaltungsreferent Konrad Laherstorfer und Ehefrau Christiana sorgten wieder für perfekte Organisation und abwechslungsreiche Aktivitäten. Dank GGV-Vorstand war für sämtliche Ausflügler die Busfahrt gratis. Erst Kloster-, dann AlmluftNach einer historisch sehr interessanten Pilgereinkehr in der Wallfahrtskirche Frauenberg fuhr der Chor nach Admont weiter, um die herrlichen Kunstschätze des Benediktinerklosters zu bewundern. Dort bestaunte man die teils neu renovierte barocke Stiftsbibliothek mit ihren zigtausend Folianten, großartigen Deckenmalereien und biblisch gestalteten Plastiken. Der Büchersaal ist von den Raummaßen her der weltweit größte seinesgleichen und lädt auch Lesemuffel zum Schmökern ein. In die Regale eingearbeitete Geheimtüren mit verborgenen Treppen führen die Mönche seit Jahrhunderten in die oberen Etagen, wo besondere literarische Schätze neugieriger Bücherwürmer harren. Besonders angetan hatte es den meisten Teilnehmern die exklusive Handschriftensammlung der Benediktiner, von denen in Blattgold auf Pergament gearbeitete Prachtexemplare in einem eigenen Besichtigungsraum ausgestellt sind. Als sich die liebe Sonne dann doch noch zeigte, schmauste man gemütlich im Wintergarten des nahen Klosterkellers und sog den Duft der zahlreichen Kräuter aus dem berühmten Stiftsgarten ein.Hernach ging’s per Bus auf die Oberst Klinke-Hütte zu Kaffee und Roulade. Zunächst wanderte das musikalische Grüppchen jedoch noch hinter der Sennhütte bergan, bis es die Gämsengrenze erreichte und durch noch winterliche Schneefelder zum Umkehren veranlasst wurde. Vor der Rückfahrt gab man noch einige Freiluft-Jodler zum Besten. Sogar das Almvieh lauschte andächtig den gefühlvoll vorgetragenen Heimatliedern des GGV.CHRISTINA GRABNER
GESANGSVEREIN / 144. Hauptversammlung GGV sucht neue Dirigentin GMUNDEN / Zum allerletzten Mal gab sich der GGV am Dienstag, den 8.3. die Ehre, seine Mitglieder zu einer Hauptversammlung einzuladen, denn ab 2006 wirkt der vielseitige Chor dank nagelneuer Statuten unter der Ägide eines neunzehnköpfigen Vorstandes, der sich nunmehr nur mehr alle zwei Jahre zu einer Generalversammlung im beliebten GH Steinmaurer trifft. Da es wieder einmal eine Menge zu feiern und ehren gab, fanden sich auch BM Heinz Köppl, Vize-BM Mag. Herbert Bergthaler und Regionalobmann Ewald Auinger ein. Besonders ausgezeichnet wurden das Ehepaar Inge und Helmut Reichl für je dreißigjährige Sängerschaft, Ilse Pesendorfer, Dr. Ludwig Müller und Heinz Pittlik für je fünfundzwanzigjährige Treue und Ilona Schusterbauer für ihr zwanzigjähriges Engagement. Ein Lob der Ehrenamtlichkeit Während Chorleiterin Uli Rastl die verlässliche Aufführungsqualität und Schriftführerin Christiana Laherstorfer die Disziplin der SängerInnen bei den insgesamt einundvierzig Proben und dreizehn Aufführungen lobten, bedankte sich BM Köppl insbesondere bei den vierzehn Vorstandsmitgliedern für ihr unermüdliches, unentgeltliches Schaffen, das man nicht hoch genug schätzen könne. Als sichtbares Zeichen seiner Bewunderung lud das Stadtoberhaupt, das im vergangenen Jahr den GGV und neu gegründeten GGV-Jugendchor großzügig subventionierte, auch gleich alle Anwesenden zu einem extra Achterl ein. Sämtliche KandidatInnen des Vorstandes wurden einstimmig gewählt. Ein Neuzuwachs freute die Singgemeinschaft besonders, nämlich die Übernahme der Agenden der stv. Obfrau Elfriede Hofer durch Mag.a Ingrid Haidvogel, die von jetzt an Seite an Seite mit Obmann Dkfm. Peter Hammerschmid und stv. Obmann Harald Aigner für Innovationen im Verein kämpfen wird. Überraschendes Ade Auch einige bittere Wermutstropfen fehlten im Alltag des GGV nicht, musste man doch im abgelaufenen Jahr drei hoch geschätzte SängerInnen zu Grabe tragen. Auch Elfriede Hofers Ausscheiden aus dem Vorstand nahm manch eine/-r mit Bedauern hin, und letztlich sorgte noch Uli Rastls offizielle Ankündigung, ihre Chorleitertätigkeit ab Herbst 2006 niederzulegen, um sich zu Weiterbildungszwecken ins Ausland zu begeben, für einige Verwirrung und Bestürztheit. Dies löste bereits eine emsige Suchaktion nach einem/-r hochqualifizierten Nachfolger/-in aus. Interessierte ChorleiterInnen sind herzlichst eingeladen, sich unter 07612/62072 oder j.p.hammerschmid@aon.at zu bewerben. Konzert-Programm 2005 Freitag, 18.3., 19 Uhr im Atelier Georgstr. 3: Jugendchorauftritt mit Gabriele Hessenberger anlässlich einer Aquarellvernissage; Pfingstsonntag, 15.5., 11 Uhr: Michael Haydn-Messe in der Stadtpfarrkirche; Sonntag, 22.5., 9 Uhr: Michael Haydn-Messe in der Kirche Orth; Sonntag, 18.9.: Volkstümliches Offenseesingen; Sonntag, 30.10., 9 Uhr: Gedenkgottesdienst in der Kapuzinerkirche; Mittwoch, 7.12.: Großes Gmundner Adventsingen im Stadttheater; Samstag, 10.12., 15.30 Uhr: Adventsingen in der Altstadt Proben des Jugendchores: dienstags 18 Uhr in der VS Traundorf www.gesangsverein.net Mag.a Christina Grabner
CHORMUSIK / Michael Haydn und Parodien GGV setzt auf KlassikGMUNDEN / Am Dienstag, den 11. Januar 2005 begannen wieder die Proben des Gmundner Gesangsvereins in der HAK (oberster Stock, rechts durch die Glastür, 19.30 Uhr), der sich heuer vor allem der E-Musik widmet. Auf dem Programm stehen der jüngere und wesentlich weniger bekannte Bruder Joseph Haydns mit seiner "Missa brevis a tre voci col organo" und ein bunter Mix aus Klassikparodien, den Chorleiterin Ulrike Rastl persönlich zusammenstellt. Was von Letzterem der Chor dann genau einstudiert, soll noch ein Geheimnis bleiben. Klassikliebhaberinnen und –liebhaber, die gerne von Anfang an dabei sein möchten, sind herzlichst eingeladen, zu einer Schnupperprobe an jedem beliebigen Dienstagabend um 19.30 Uhr vorbeizuschauen. Außer am 8. Februar: Da nimmt der Gesangsverein nämlich eine Volkslied-CD auf. Den Abend des 8. März verbringt der Chor im Gasthof Steinmaurer, wo die alljährliche Hauptversammlung abgehalten wird. Ewiger BruderJohann Michael Haydn (1737-1806) prägte die Klassik ebenso wie sein renommierter Bruder Joseph und der begnadete Wolfgang Amadeus Mozart selbst. Der ehemalige Sängerknabe widmete bald sein Schaffen der Musikstadt Salzburg und wirkte engagiert an der Etablierung des Erzbischofssitzes als Mozartstadt mit. Obgleich es ihm nicht gelang, das Patronat eines Fürsten zu erlangen, wurde er immerhin zum Hofmusikus des Erzbischofs von Salzburg ernannt und folgte 1781 Mozart als Hof-und Domorganist. Einer seiner engsten Freunde und Schüler war Carl Maria von Weber. Da viele frühere Kritiker ihn als Schatten des erfolgreicheren Joseph darstellten, übersah man lange Zeit seine außerordentlichen Leistungen als Kirchenmusiker und Chorkomponist. War er doch schließlich der Erfinder des Männerchores. Außerdem schrieb er 46 Sinfonien, einige Opern und Streichquintette, ein bekanntes Trompetenkonzert und ein Mammut-Werk – den über zweitausend Partiturseiten umfassenden Gradualzyklus, für dessen Fertigstellung er zehn Jahre benötigte. Dennoch: Auch schon in der Aufklärung musste man sich gut verkaufen, um Erfolg zu genießen. Die Geschichte zeigt, dass Talent und Fleiß alleine nicht ausreichen. Michael Haydn schadete die Konkurrenz zur Mozartfamilie mehr, als sie ihm zu Ansehen verhalf. Anmeldungen zum Schnuppersingen: j.p.hammerschmid@aon.at oder 07612/62072 Website: www.gmundnergesangsverein.net CHRISTINA GRABNER
GGV / Kinderchor singt Botschaft der Nächstenliebe
Anti-Mobbing-Musical
GMUNDEN / Passend zur abendlichen Predigt, in der der erfrischende neue Stadtpfarrer Gerald Geyrhofer zu Taten christlicher Nächstenliebe und Großzügigkeit gegenüber sozial benachteiligten Mitmenschen aufrief, führte der neu gegründete Jugendchor des Gmundner Gesangsvereins am vergangenen Samstag unter der Leitung von Monika Hufnagl das Gleichnis Jesu vom "Barmherzigen Samariter" in der Stadtpfarrkirche auf. Es war dies die Premiere der dreizehnköpfigen Gesangsgruppe. Dementsprechend zitterten sowohl der Chorleiterin, als auch den Hauptrollen, die Knie. Erstaunlich selbstbewusst wirkte der zwölfjährige Michael Apfler in der Rolle des Samariters. Kein Wunder – er ist mit einer Glöckchenstimme gesegnet. Lässig beschwingt gaben sich die Händler Eva Elbl und Steffi Gstöttinger. Sarah Littringer sang schmerzverzehrt den halbtot daliegenden Händler. Die spritzigen Räuber Corinna Attwenger, Anna Weberstorfer und Felix Hohn erfreuten das Kirchenpublikum mit einem ganz besonders coolen Rap. Die Geschwister Nora und Florian Höllwerth mimten gekonnt den Priester und Leviten. Jesus wurde glaubwürdig von Daniel Steininger gespielt, während sein Bruder Michael sehr realistisch den ungastlichen Wirt darstellte. Die bereits achtzehnjährige Bettina Littringer half stimmkräftig aus. Und damit das Ganze auch wirklich echt wirkte, hatte Monika Hufnagl die Kostüme in mühsamer Kleinarbeit nach historischen Vorbildern geschneidert. "Was ihr dem/-r Geringsten tut ... ..., das habt ihr mir getan." In unserer schnelllebigen Zeit, in der Mobbing, Ausgrenzung, Neid und Hass trauriges Alltagsbrot im Familien- und Berufsleben sind, haben die eindringlichen Worte des großen Lehrers kein bisschen an Aktualität verloren. Oft sind es gerade die Außenseiter, Verachteten und Ausgestoßenen, die sich Schwächeren gegenüber als mitfühlend erweisen, und nicht unbedingt diejenigen, die offiziell bekennen, Gläubige zu sein. Laut Überlieferung des Evangelisten Lukas war das schon im ersten Jahrhundert so: Pharisäer und Levit gingen achtlos an dem geschändeten Raubopfer vorbei und meinten nur, er sei wohl ein Sünder, der ein solches Schicksal verdient hätte. Der Samariter hingegen – selber Angehöriger einer Randgruppe – eilte sofort zu Hilfe und versorgte den Verwundeten mit Öl, Wein, Binden, Geld und einer Unterkunft. Von der bewegenden Darbietung hellauf begeistert zeigte sich die schallend applaudierende Zuhörerschaft. Die freiwilligen Spenden kommen Anna Maria Marschners Projekt FAMUNDI zugute, das notleidende Kinder in Bolivien dabei unterstützt, ein menschenwürdigeres Leben zu führen. Interessierte SängerInnen zwischen acht und dreizehn Jahren können sich für die neue Gesangssaison unter 07612/75717 bewerben. Probenbeginn: Mittwoch, 29.9., 18 Uhr in der VS Traundorf. CHRISTINA GRABNER
GESANGSVEREIN / Chorausflug zum Achensee
Der GGV kam, sang und lachte
GMUNDEN / Dank Veranstaltungsreferent Konrad Laherstorfer und Gattin Christiana ging es auf dem heurigen Ausflug des GGV 1861 so richtig abenteuerlich zu. Reiseziel war der azurblaue Achensee im Tiroler Land. Nach einer etwa zweistündigen Busfahrt frühstückten die 33 SängerInnen, die mit von der Partie waren, erst mal ordentlich, da es bereits um 6 Uhr morgens vom Gmundner Seebahnhof aus losgegangen war. Gegen elf Uhr bestieg die Gesangsgruppe die Zillertaler Dampfeisenbahn in Richtung Achensee. Schnaufendes Gefährt wie zu Kaisers ZeitenIm offenen Waggon des kohlebeheizten Zuges amüsierte man sich königlich. Das kleine Gefährt plagte sich nämlich ganz gewaltig, um die steile Steigung zum Gebirgssee zu bewältigen. Teilweise war die Fahrt so langsam, dass man unterwegs ein – zwei Äpfel für die Nachmittagsjause pflücken konnte. Bei herrlichstem Kaiserwetter (blauer Himmel und strahlender Sonnenschein) ging die Gruppe gegen Mittag an Bord in Richtung Gaisalm, wo sich alle an einem dreigängigen Menü labten und in einer gemütlichen Tiroler-Stube beisammensaßen und tratschten. Lustig-derbe GrabsprücheDa der Humor auch nicht zu kurz kommen sollte, fuhr man von Scholastika nach Kramsach zum Museumsfriedhof, der für seine außergewöhnlich pietätslosen Grabinschriften bekannt ist. Die meisten Chormitglieder bogen sich vor Lachen, wenn denn da so ähnlich stand wie: "Hier liegt der Schmalzer Sepp – er war ein rechter Depp!". Als Ulrike Rastl dann die Stimmgabel ans Ohr legte und der GGV ein paar frisch-fröhliche Volkslieder vor dem Eingang zum Besten gab, fanden sich sogar einige kräftig applaudierende Zuhörer ein. Weiter ging's in die Glasbläserstadt Rattenberg. Während der Fahrt geizte Konrad Laherstorfer nicht mit interessanten Erklärungen zur Geschichte. Freie Stadtbesichtigung stand auf dem Programm. Also bestieg ein kleines Grüppchen den Festungsberg, auf dem den Besuchern das gruselige Gesicht eines Erhängten entgegenglotzt. Der Malerwinkel, die barocke Ortskirche mit der Mariengrotte, sowie die mittelalterlichen Fassaden der Handwerkerhäuser versetzten die SängerInnen Jahrhunderte zurück. Ein Einkehrschwung im Gasthof "Drei Eichen" in Eugendorf erfrischte die heiteren Gemüter noch etwas, ehe man dann gegen 22 Uhr gut gelaunt und erschöpft heimwärts strebte. CHRISTINA GRABNER
Friseur Silvia stylte Gesangsverein
GMUNDEN / Der Gmundner Gesangsverein konnte wieder einmal einen neuen Sponsor gewinnen! Es handelt sich diesmal um die großzügige Inhaberin des trendigen Friseursalons Silvia im Cumberlandpark, die zusammen mit der GGV-Pressereferentin spontan die Idee hatte, den Vorstand und die hauptamtlichen FunktionärInnen des GGV-Ausschusses für das Festkonzert "Fünfzig Jahre Brucknerbund" im Toscana-Kongresszentrum als Gratis-Modelle optisch zu verschönern. Dies war als Dankeschön an die stets emsigen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Chores gedacht. Die seit sechzehn Jahren selbständig tätige Friseurmeisterin Silvia Ameringer zog schon öfters die Aufmerksamkeit der Medien auf sich, da sie stets bereit ist, ihre Künste ohne Rechnungslegung besonders Modellen zur Verfügung zu stellen, die der Öffentlichkeit durch ihre freiwilligen Einsätze dienen. So rief sie schon einmal über einen bekannten Radiosender sämtliche Rettungsfahrer Oberösterreichs auf, zu ihr in den Salon zu kommen, um sich kostenlos einen modischen Haarschnitt verpassen zu lassen. Dieser Aufforderung kam auch prompt ein ganzes Dutzend freiwilliger Helfer nach. All Inclusive-ServiceDiesmal schenkte die aufgeschlossene Stylistin, deren Betrieb seit Jahren erfolgreich Lehrlinge ausbildet, einem Dutzend Sängern/-innen des GGV einen konzertgerechten Look. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! In mühevoller Kleinarbeit wurde drei Tage lang im Cumberlandpark 5a an den Chorhäuptern geschnipselt, gesträhnt und geformt. Und das alles gratis. Selbst die Herren ließen sich gerne ihre Mähnen von einer Profi-Coiffeuse stutzen und tönen. In gepflegter, vor kurzem frisch renovierter Atmosphäre tat man sich an Kaffee gütlich, während die neue Haarfarbe einwirkte, oder erfreute sich an einem Pläuschchen mit der Kundin nebenan, die sich gerade für den nächsten Ball frisieren ließ. Niveauvoller Umgang Ganz besonders genießt man als Kunde den heiteren und zugleich angenehm höflichen Umgang des Personals mit der Klientel. Denn Silvias jahrzehntelanger Geschäftserfolg beruht auf Qualität in jeder Hinsicht, maßgeschneidertem Service, Aktualität und originellen Geschenken. Ob saloneigene Vernissagen, Showeinlagen, Popvideo-Stylings, Gesundheitswochen, Festtagsaktionen mit Gratis-Rosen, eine Spielecke mit Play-Station, fruchtige Duschgels zum Mitnehmen oder exclusive Reise-Nécessaires für Kundentreue, der kreativen Geschäftsführerin fällt immer wieder was Neues ein, um sowohl konservativen als auch progressiven Kunden und ihren Sprösslingen eine Freude zu bereiten. CHRISTINA GRABNER
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