Instrumentenflug-Prüfung
mit der Cessna im FS2k2
(mit der überarbeiteten dt. Version von Fritz Lange)
von Herbert Schatzl


Was gibt's hier zu lernen?

Navigationsinstrumente einstellen.
VOR-Anflug auf Flughafen
Fehlanflugverfahren
Teardrop-Einflug in ein Holding
Verfahrenskurve (45°)
ILS-Landung mit entgegengesetzem Anflug

Überblick über den Prüfungsflug:
Zuerst wird der Flugplatz Seattle über das VOR SEA (5) angeflogen, es wird jedoch statt einer Landung ein Fehlanflugverfahren durchgeführt. Am Haupteinflugzeichen PARKK (6) wird gewendet und auf das VOR SEA zugeflogen um in ein Holding (8) zu beginnen.
Danach gehts Richtung Einflugzeichen NOLLA (12) für den Flughafen Boeing Field King. Dort wird dann ein ILS-Landeanflug durchgeführt und auch gelandet. Dauer fast 50 Minuten.
Die Zahlen links entsprechen den Zahlen auf der Übersichtskarte

WICHTIG:
Die Beschreibung bezieht sich auf die korrigierten dt. Prüfungsdateien. Download in Sektion Hangar.
Dank der guten Kontakte von Fritz Lange hatte ich ein persönliches Gespräch mit der Prüferin. Sie verriet mir dabei die kritischen Punkte des Fluges. Diese Stellen sind im Text violett geschrieben. Sie sind unbedingt einzuhalten, sonst ist man durchgefallen. Die anderen Kriterien sind nicht so wichtig!!!
Die Flugabschnitt-Kriterien sind in 2 horizontale Linien eingeschlossen.
Wenn sie heimlich den AP benutzen, so sieht die Prüferin das nicht. Fritz hat sie bestochen, glaube ich....

Die STRG-ß Taste funktioniert immer nur in einem Flugabschnitt. Wenn sie einen verlassen, können sie die "alte" Meldung nicht mehr anhören.

Übersicht

Übersicht nummeriert
 


1
Hauptmenü: Fliegen Lernen - Instrumentenflug - Instrumentenflugprüfung wählen

Navigationsinstrumente einstellen:

SHIFT + 2 zeigt die Funkgeräte:
Durch Klicken auf die Zahlen in NAV-1 116.80 einstellen. Wenn der Wert OK ist, dann auf
STBY Schalter klicken
, um die Einstellung zu aktivieren.
NAV-2 muss nicht engestellt werden.

NDB: 224
ODD (Locator - Haupteinflugzeichen von Seattle Tacoma). Ist sofort aktiv.

Funkgeräte wieder ausblenden (SHIFT +2)
Nun:
OBS-Knopf am NAV-1 Gerät (Grafik rechts) auf 338°
einstellen.

Klicken sie bei der Uhr auf "Select". Es wird auf die Stoppuhr umgeschaltet.
Mit einem Klick auf die Zeit, bleibt die Uhr stehen, wird gestartet und auf Null zurückgesetzt.

Da die Prüferin ihnen das Flugzeug erst an der Stelle mit dem Kreuz, kurz vor FACTS übergibt, beginnen sie sofort mit einer Linkskurve auf ca. 310°. So lange bleiben, bis die CDI-Nadel sich nach rechts bewegt.
Wenn die Nadel in der Mitte ist, sollten sie zurück auf Kurs 338° sein.


Rechts: Funkteräte mit Autopilot
NAV-1 Gerät mit rot markiertem OBS-Einstellknopf

2

VOR-Landeanflug

Mit den Trimmtasten die Höhe 5000 ft halten Kurs 338° (+-20° einhalten). Sie sollten den Joystick nun auslassen können. Die Instrumente sollten wie in der Grafik rechts aussehen.
Drehzahl: ca. 2300 rmp - ergibt etwas über 100 kt.
So wenig wie möglich steuern!

DME: 17 NM, Kurs: 338° FACTS
Wenn sie die Intersection FACTS erreicht haben, beginnen sie mit dem Sinkflug.
Drehzahl auf 2100 rpm.
Mit der Trimmung eine RoD ca 700 fpm einstellen.
Nicht unter 2800 ft gehen.
Kurs 338° (+-20° einhalten)





Instrumente bei Intersection FACTS (17NM)
3

DME: 11 NM, Kurs: 338° MILLT

Hier sind die Mindestflughöhen angegeben.

Mindesflughöhen für VOR-Anflug auf Seattle-Intl.

Ab MILLT (DME: 11 NM) können wir
auf 1600 ft sinken.

Drehzahl ca. auf 2000 rpm.
RoD : 700 fpm.
Die Geschw. sinkt nun auf ca. 90 kt.
Führen sie am Kurs nur kleinste Änderungen aus, um die CDI-Nadel in der Mitte zu halten.
Nicht unter 1400 ft gehen.
338° (+-20° einhalten)
.



Sinkflug auf MILLT zu (14 NM)
4

DME: 4,3 NM, Kurs: 338° (+-10°)

NDB ODD (Frequ. 224 Haupteinflugzeichen)
Der ADF-Zeiger dreht sich nun um 180° und zeigt nach "hinten".
Fahren sie die Klappen um 1 Stufe aus.
Sinken sie 700 fpm weiter..
Achten sie genau auf den Kurs (CDI-Nadel), Geschwindigkeit ca 80 kt und RoD.
Klappen auf Stufe 2
Nicht unter 1400 ft gehen.
338° (+-10° einhalten)
.- auch wenn sie den Flughafen und die RWY schon sehen. Die RWY ist UNWICHTIG, nur der OBS-Kurs 338°.
Sie bekommen nämlich nun die Anweisung durchzustarten und das Fehlanflugverfahren durchzuführen.



Instumente vor Erreichen des Haupteinflugzeichens ODD
5

DME: 1,4 NM über 840 ft OBS-Kurs 338°.

Fehlanflugverfahen: (Kapitel 5-8)
Geben sie Vollgas und
fahren die Klappen (Flaps) stufenweise ein.

Stellen sie nun die Intersection PARKK (NDB SZ; Frequ. 281) ein und fliegen sie weiter mit
Kurs 338°
.
Steigen sie mit ca. 700 fpm - ergibt ca. 85 kt IAS
auf 3000 ft
.
Fliegen sie direkt auf PARKK zu, indem sie genau dem ADF-Zeiger folgen.
PARKK ist 5.8 NM vom VOR SEA entfernt.
Bei 3000ft nehmen sie Gas weg - auf ca. 2300 rpm - ca. 100 kt.
Während sie genau auf PARKK zufliegen, stellen sie den
OBS-Kurs von NAV1 auf 140°.


6

0,5 NM von PARKK

Wenn der ADF-Zeiger um 180° dreht,
gehen sie links auf Kurs 180°.(Die Prüferin sagt zwar 160°, aber 180° ist besser, da man das 140° Radial früher erreicht und das VOR exakter anfliegen kann).
Halten sie Kurs 180° bis sie das Radial 140° anschneiden (CDI-Nadel in die Mitte). Die genauen Kurse spielen hier keine Rolle.



Instrumente während des Turns nach dem Überfliegen von PARKK
7
Fliegen sie mit ca. 90 kt und Kurs 140° GENAU auf das VOR SEA zu.
Halten sie 3000ft.

Die Anweisungen der Prüferin sind in deutsch unvollständig und unklar. Deshalb wird die Anweisung als Text angezeigt. Sie verschweigt, dass ein Holding zu fliegen ist. Sie meint ein Holding (Flug8) bei SEA mit 320° inbound (auf 140° Radial).



links:Einschwenken von Kurs 180 auf Kurs 140. Rechts: Instrumente nach dem Einschwenken.
8

0,5 NM von SEA
Wir überfliegen das VOR und beginnen dann ein Teardrop Entry in die Holding Schleife:
Beginnen dann mit einer Verfahrenskurve, um auf Gegenkurs 320° zu kommen.
Verfahrenskurve:
45° nach links drehen - sobald der neue Kurs erreicht ist (hier 95°) - auf die Stoppuhr sehen und diesen Kurs genau eine Minute halten.
Drehen sie den OBS-Kurs dabei auf 320° = Holding-Inbound-Kurs.
Danach einen 180° Standard-Turn auf 275° ausführen. Die Flügelspitzen im Wendekoordinator sollten genau auf die Markierung zeigen.

Nicht unter 2800ft
Nicht zu weit östlich (max. 122.333 Grad)
Mehr als 60 Sek nach SEA und Querneigung > 10°

Nun das 320 Radial elegant anschneiden (CDI-Nadel in der Mitte).
Haben sie das geschafft, meldet sich die Prüferin, und sagt, dass sie es sich anders überlegt hat, und sie nun direkt nach Boeing Field fliegen können. Der Kurs ist nicht so wichtig. Überfliegen sie SEA genau.
                    
ganzes Fehlanflugverfahren

Verfahrenskurve für Teardrop-Entry in Holding 320°.
9

0,5 NM von SEA

Nach dem VOR SEA drehen sie auf Kurs 323 und stellen das NDB NOLLA (Freq. 362) ein.
30 Sek Zeit um Kurs auf NOLLA zu nehmen.
Drehzahl: 2300 rpm
- ergibt ca. 100 kt
Trimmen sie gut aus, dann haben sie Zeit auf die Karte zu blicken.

Nach dem Überfliegen von SEA in Richtung NOLLA



Mindestflughöhen für Boeing Field
10

Wir fliegen vom VOR SEA einen Kurs 323° - genau auf das NDB BF (Intersection NOLLA) zu. Auf der Karte ist dann unser ILS-Anflug genau eingezeichnet (dicke Linie).
Rechts ist der Kartenausschnitt mit den Mindestflughöhen für Boeing Field.

Ca. 10 NM entfernt vom VOR SAE stellen das NAV-1 auf die ILS-Frequenz 110.90 ein. Kein OBS-Kurs nötig.

Instrumente während des Anfluges auf NOLLA.

NOLLA ist erreicht
11

0,5 NM von NOLLA

Nach dem Überfliegen von NOLLA drehen sie sofort auf den
Gegenkurs des ILS-Landeanflug-Kurses (130°), auf 310° ein und beginnen anschließend gleich mit der Verfahrenskurve (innerhalb von 30 Sek nach NOLLA muss Kurs 265° (+-10°)anliegen, keine Querneigung, besser früher).


Verfahrenskurve:
Auf 265° drehen - knapp 1 Min gerade aus fliegen
Nach rechts auf Kurs 85° drehen.

Nicht mehr als 10 NM von NOLLA wegfliegen.
Nicht mehr als 3 min für die 180° Kurve verwenden.
Mit 85° waagrecht fliegen.


Verfahrenskurve nach dem Überfliegen des Locators NOLLA
12

Kurs 085, Querneigung unter 10°

Kurs 085 halten, bis CDI-Nadel auf die Mitte einschwenkt. Zügig auf Kurs 130 einschwenken.
So lange waagrecht fliegen, bis die GS-Nadel ebenfalls nach unten zur Mitte schwenkt.
Fliegen sie nicht den Nadel nach, sondern stellen sie immer einen stabilen Zustand her, bei dem die CDI/GS-Nadeln dann von selber in die Mitte wandern. Geduld - ist besser als wild herumzukurven.

Kurs 130° mit +-4 Grad einhalten.

Nun eine RoD von ca. 500 fpm einstellen - bei ca. 90 kt.
Klappe auf erste Stufe
Geschwindigkeit auf 70kt sinken lassen
RoD auf ca. 300-400 fpm senken.

Unter 8 DME Gleitpfad mit +-4 Grad einhalten.

Klappen auf Stufe 2 stellen.
Drehzahl ca. 2000 rpm.

Auf Sinkrate, Kurs und Geschwindigkeit achten!!!!

Sinkrate mit Gas verändern!

DME: 3.0 NM

Sie bekommen: "Clear to land". Nun kann nichts mehr passieren. Die Prüferin klappt ihr Notizheft schon zu.

Wenn der MM (Middle Marker -Orange Lampe - siehe Grafik rechts) überflogen wird -
Klappen auf Full.
Drehzahl erhöhen,
damit die Geschwindigkeit nicht unter 70kt fällt.



Das Funkfeuer des Flughafens ist in Sicht !!! (beim Middle Marker)
12

Die Landebahn ist vor uns. Ich bin hier ein bißchen zu hoch - daher 500 fpm.
Die DA (Decision Altitude - Entscheidungshöhe für Landung oder Missed Approach) für einen ILS-Anflug ist 264 ft! Da wir die RWY schon vorher gesehen haben, brauchen wir nicht mehr durchstarten und ein Missed Approach Verfahren durchführen! ;-)
Sinkrate am Beginn der RWY auf unter 300 fpm sinken.
Gas wegnehmen.
Nase etwas heben (Pitch erhöhen) und die Cessna ausschweben (Flare) lassen.

Gas auf Leerlauf.Die Qualität der Landung wird nicht gewertet.
Wenn das Flugzeug steht, bekommen sie noch die Fluganalyse geliefert und anschließend das begehrte Zertifikat.
13 Gelandet! Gratulation! Prüfung geschafft!
Bremsen!
Klappen einziehen.
Wenn das Flugzeug steht, wir das Programm automatisch beendet.
Sie können in der erscheinenden Fluganalyse den ganzen Flug beliebig oft und in beliebigen Geschwindigkeiten auf der Karte nachverfolgen.
Die Flugkarten stammen von dieser Situation.
Zum Schluss bekommen sie natürlich noch das Zertifikat!!! :-)
    
    
Gelandet!!Rechts der komplette Fug nochmals dargestellt.
Aktualisiert: Mai 2003
Autor: Schatzl Herbert
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