Hier ein paar Kostproben von TRACEY MOFFATTs Bildern:



In der Osterwoche 1998 besuchten wir die Vernissage von TRACEY MOFFATT in Wien.




Tracey Moffatt ist eine Grenzgängerin zwischen Film, Video und Fotografie. Moffatt geht es in ihren Arbeiten nicht darum, Realität einzufangen, sondern eigene Realitäten zu kreieren. Stilistisch, dramaturgisch und choreographisch verarbeitet sie in ihren Fotografien Elemente aus Film, Video und der Kunstgeschichte. Gleichzeitig sind die inszenierten Bildfolgen ihrer Fotoserien rätselhafte, in sich geschlossene und doch miteinander verwobene Geschichten. Die Themen der 1960 in Brisbane geborenen und heute in Sydney lebenden Künstlerin kreisen um das Andere, das Fremde, um die Außenseiter, die Ränder der Gesellschaft. Mit ihren Fotografien, Filmen und Videos zeichnet sie ein komplexes Geflecht von menschlichen Beziehungen, die geprägt sind von sozialen, geschlechtsspezifischen und ethnischen Differenzen. Im Moment der Aufnahme scheinen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Protagonistlnnen zu surrealer Gleichzeitigkeit zu verdichten. Dabei ergibt sich im Kontext der Gegenwart der jeweils Anderen im Bild ein seltsames, oft beunruhigendes Stilleben von atmosphärischer Fremdheit und widersprüchlichen Gefühlsregungen.
The photographic works of Tracey Moffatt are stylistically, dramaturgically and choreographically influenced by film and video. They also show iconographic links to the repertoire of art history. In the staged sequence of her photo series, Moffatt tells enigmatic, hermetic and yet interrelated stories. The artist was born in 1960 in Brisbane and now lives in Sydney. Her themes focus on the other, the unknown, the outcast and the margins of society. In her photographs and videos she shows the complex interweaving of human relationships, forged by ethnic, social and gender differences. Moffatt does not, however, aim to capture reality but to create her own reality. In the instance of the snap-shot, the past, the present and the future of the protagonists seem to gel into a surreal simultaneity. At the same time, the context of the presence of the other in the picture transforms it into an unusual, often unsettling still life of atmospheric strangeness and contradictory emotions.